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"Die Nervosität steigt langsam"

"Die Nervosität steigt langsam"

Die Arbeit ist getan. Kurz vor dem Abschluss des Trainingslagers ziehen Kathrin Morbe und Trainer Benedikt Schwarz vom RV Treviris Trier eine positive Zwischenbilanz auf dem Weg zur U-23-Weltmeisterschaft. In Italien startet die Triererin erstmals bei einer internationalen Meisterschaft im Leichtgewichts-Einer.

Ratzeburg/Trier. Täglich drei- bis viermal Training. Vier bis fünf Stunden in Bewegung. Im Ruderboot, im Kraftraum, bei gymnastischen Übungen. Laufend oder auf dem Fahrrad.
Kathrin Morbe hat viel gearbeitet, um bei der U-23-Ruder-Weltmeisterschaft (23. bis 27. Juli in Varese/Italien) in Bestform an den Start gehen zu können. "Nach zweieinhalb Wochen merkt man das Trainingslager schon in den Knochen", sagt die 18-Jährige aus Trier.
"Wir haben gut trainiert und sind ohne Verletzung durchgekommen. Kathrin hat große Schritte nach vorn gemacht, auch rudertechnisch", sagt Trainer Benedikt Schwarz.
Das Vertrauen in die eigene Stärke und die große Ausdauer sollen Morbe helfen, bei taktischen Spielen der Konkurrentinnen zu Beginn der Rennen gelassen zu reagieren. Bei den bisherigen Vergleichen mit den anderen Bootsklassen des Nationalteams landete Morbe im Mittelfeld. "Das ist für einen Einer nicht schlecht", sagt Schwarz. Am heutigen Samstag stehen im schleswig-holsteinischen Ratzeburg letzte sogenannte Relationsrennen auf dem Programm.
Ein Nachteil des Trainingscamps in Ratzeburg ist, dass die Sportler an unterschiedlichen Orten untergebracht sind. Ein Teamgeist kann sich dadurch nicht so gut entwickeln. Morbe ist mit den Athletinnen des Zweiers, Charlotte Siering (Wanne-Eickel) und Dorothee Beckendorff (Kettwig), in einer Ferienwohnung untergebracht. Eine Umstellung ist für die mit 18 Jahren Zweitjüngste der U-23-Nationalmannschaft auch, im Einer statt wie bei der U-19-WM im Doppelvierer zu fahren. Im Mannschaftsboot könne man sich gegenseitig motivieren und sei auch in der spärlichen Freizeit oft zusammen.
Für Morbe wird es Zeit, dass die WM beginnt: "Die Nervosität steigt langsam", sagt sie. Am Montag fliegt die Nationalmannschaft nach Italien. Noch am selben Tag soll es auf die Regattastrecke von Varese gehen. Man müsse sich an das andere Wasser (hart oder weich) gewöhnen und entsprechende Feinjustierungen an den Booten vornehmen, erklärt Schwarz, der auch für den deutschen Leichtgewichts-Doppelvierer zuständig ist. teu