Die Tour vor der Tür

Für die Radsportanhänger in der Region herrschen in dieser Woche gute Zeiten. Für mehrere Tage ist der Tross der Tour de France quasi vor der Haustür unterwegs. Der TV informiert über Anfahrtswege und gute Zuschauerpunkte.

Trier/Ypern/Nancy. Wer sich die besten Radprofis der Welt in den nächsten Tagen auf einer Tour-Etappe ohne großen Anfahrtsstress ansehen will, hat dazu mehrere Gelegenheiten. Im Osten Frankreichs gedenken die Organisatoren in diesem Jahr des Ausbruchs des ersten Weltkriegs vor 100 Jahren. Die Streckenführung entspricht dem damaligen Frontverlauf.
Zwar etwas weiter entfernt von der Region, dafür aber umso spektakulärer ist die Etappe am heutigen Mittwoch über 155 Kilometer von Ypern nach Arenberg Porte du Hainaut über die berüchtigten Pflastersteine des Frühjahrsklassikers Paris - Roubaix (siehe Grafik unten). Insgesamt neun Abschnitte mit dem aufrüttelnden Straßenbelag sind zu absolvieren. Die Pavé-Sektionen beginnen bei Kilometer 86 (Gruson, circa 13.50 Uhr) und setzen sich fort bis kurz vor dem Zielort Arenberg Porte du Hainaut. Die Anfahrt zur Etappe erfolgt über Luxemburg, Namur und Charleroi.
Mit dem Ziel in Nancy endet die Etappe am Freitag nicht unweit der Region. Das Peloton durchquert an diesem Tag aus Epernay kommend die Champagne. Bis Nancy könnte es eine Ausreißergruppe schaffen, aber auch ein Zielsprint ist möglich. Ankunft in Nancy laut Marschtabelle um 17.25 Uhr. Wer sich nicht in das Gewühl am Zielort stürzen möchte: Kurz vorher sind am Cote de Boufflers (15.30 Uhr) und am Cote de Maron (15.15 Uhr) noch zwei Anstiege. Anfahrt in diesem Falle sowohl aus Richtung Luxemburg oder Saarbrücken über Metz und weiter über Pont-a-Mousson.
Am Wochenende gibt es zunächst die Etappe in den Vogesen von Tomblaine nach Gérardmer (Samstag, über 161 Kilometer). Kurz vor dem Ziel (17.20 Uhr) sind am Col de la Croix des Moinats (891 Meter) und am Col de grosse Pierre (901 Meter) zwei giftige Anstiege der zweiten Kategorie gute Zuschauerpunkte. Die (wegen des Andrangs möglichst frühe) Anfahrt erfolgt am besten über die linksrheinische französische Autobahn und nicht über die deutsche A 5 mit ihren vielen Baustellen.
Am Sonntag kann sich eine Stippvisite auf der Etappe nach Mulhouse lohnen. Start ist in Gérardmer um 13.10 Uhr, Ziel in Mulhouse etwa um 17.25 Uhr. Mit dem Col de la Schlucht (bei Kilometer elf), dem Cote de Gueberschwihr (Kilometer 86) sowie dem 1183 Meter hohen "Le Markstein" (Kilometer 122, erste Kategorie) und dem "Grand Ballon" (Kilometer 127) hat man bei geschickter Routenplanung die Möglichkeit, die Fahrer an diesem Tage gleich mehrfach an schwierigen Anstiegen zu sehen.
Weitere Informationen mit Kartenmaterial gibt es im Internet. Die Adresse: www.letour.fr/le-tour/2014