Diva fordert Spitzenreiter

Mit Siebenmeilen-Stiefeln spurtet die SG Irsch dem Titelgewinn entgegen: Sieben Spieltage vor Saisonschluss verfügt die Elf von Peter Schuh über einen Vorsprung von zwölf Punkten. Am Samstag will die launische SG Zell-Bullay/Alf den Durchmarsch der Saartaler stoppen.

SG Zell - SG Irsch (Samstag, 17.30 Uhr, Kunstrasen Zell)
Beim Spitzenspiel an der Mittelmosel trifft das Starensemble der Liga auf die launische Diva. Die Gastgeber sind auf Platz vier gut positioniert, gewannen nach der Winterpause aber nur das Heimspiel gegen Thomm knapp. Irsch dagegen hat einen Lauf und pflügte bei seinen letzten fünf Siegen 23 Toren wie ein Bulldozer durch die Liga. Im Hinspiel behielt die Schuh-Elf mit 2:1 nur knapp die Oberhand.
SG Ellscheid - SG Thomm (Samstag, 18 Uhr, Kunstrasen Strohn)
Nach den Niederlagen gegen Dörbach und Stadtkyll zählt für den Tabellendritten aus dem Alfbachtal nur ein Sieg, um auf dem "Podest" zu bleiben. Der Gegner aus Thomm tritt nach den Pleiten gegen Zell und Ruwertal ebenfalls angeschlagen in der Vulkaneifel an. Im torreichen Hinspiel schenkte Ellscheid dem Drittletzten im Hochwald gleich ein halbes Dutzend ein.
SV Leiwen-Köwerich - SV Dörbach (Sonntag, 14.30 Uhr, Rasenplatz Leiwen) Leiwen ist in der Frühjahrsserie noch ungeschlagen, scheint sich aber mit vier Punkteteilungen auf Remis\' spezialisiert zu haben. Dörbach setzte zuletzt mit dem 2:0 gegen Alfbachtal ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf. Trumpfkarte bei den Gastgebern ist der schlagfertige Angriff, der mit 55 Toren zu den Besten der Liga zählt. Nach dem 1:3 im Hinspiel hat Dörbach an der Kelterstation noch eine Rechnung offen.
SG Ruwertal - SV Mehring II (Sonntag, 14.30 Uhr, Rasenplatz Kasel)
Durch die Siege gegen Thomm und Dörbach ist Ruwertal zum ersten Verfolger des Spitzenreiters aufgerückt. Um zu vermeiden, dass Irsch künftig nur noch mittels Fernglas zu sichten ist, zählt gegen das Schlusslicht nur ein Sieg. Mehring bewies in den letzten Spielen Kampfgeist und Moral, so dass die Moselaner nicht als Punktelieferanten an der Ruwer empfangen werden sollten.
SG Wittlich/Lüxem - SG Rascheid (Sonntag, 14.30 Uhr, Kunstrasen Wittlich) Das Unternehmen Klassenerhalt geht in Wittlich/Lüxem nur schleppend voran. Das Remis in Zeltingen war erst der sechste Punkt für die Scheibe-Elf nach der Winterpause. Auch das Heimspiel gegen den starken Tabellensechsten vom Hochwald ist kein Selbstläufer. Rascheid musste am vergangenen Wochenende witterungsbedingt zwangspausieren, überzeugte davor aber mit den Auswärtssiegen in Niederkail und Ellscheid. Im Hinspiel gab es keinen Gewinner.
DJK St. Matthias Trier - SG Buchholz (Sonntag, 14.30 Uhr, Kunstrasen Trier-Feyen) Eine gewisse Frühjahrsmüdigkeit war zuletzt beim Aufsteiger aus Trier festzustellen. In der Rückrunde steht nur der Sieg in Niederkail zu Buche, zuletzt ließen die Niederlagen gegen Wallenborn und Zeltingen die Mattheiser auf Platz elf abrutschen. Nach dem jüngsten Spielausfall in Geisfeld will die Blang-Elf nun am Sonntag gegen Buchholz erfolgreich Revanche für das 0:4 im Hinspiel nehmen.
SG Niederkail - SG Schneifel Stadtkyll (Sonntag, 14.30 Uhr, Rasenplatz Niederkail) Auch wenn Niederkail nur noch theoretisch vor dem Abstieg zu retten ist, wirkte der 3:3-Achtungserfolg gegen Buchholz wie Balsam auf die Wunden des Tabellenvorletzten. Dass die Elf von Interimscoach Jens Schumacher in der Liga mithalten kann, soll auch gegen die wiedererstarkten Gäste aus der Schneifel bewiesen werden. Stadtkylls märchenhafter Aufstieg ins Mittelfeld erhielt beim 2:2 gegen Leiwen den ersten Dämpfer.
SG Wallenborn - SV Zeltingen-Rachtig (Sonntag, 15 Uhr, Hartplatz Niederstadtfeld) Beim furiosen Offensiv-Festival an der Saar verlangte Wallenborn dem Tabellenführer aus Irsch trotz des 3:8 alles ab und geht mit breiter Brust in die Partie gegen Neuling Zeltingen. Die beiden Clubs sind Nachbarn im Tabellen-Mittelfeld und gelten im Hinblick auf die weitere Liga-Existenz als sorgenfrei. Zeltingen ist schon seit vier Spielen ungeschlagen und kehrte mit einem 2:0-Sieg vom letzten Auswärtsspiel in Mattheis zurück. J.W.