Dominante U-23-Nationalruderer schnappen sich den Achterpreis

Dominante U-23-Nationalruderer schnappen sich den Achterpreis

Masse und Klasse zeichnete die 67. Regatta "Um den grünen Moselpokal" in Bernkastel-Kues aus. Im mit insgesamt 3400 Euro dotierten Peter-Mertes-Achterpokalrennen setzte sich das Boot mit fünf U23-WM-Teilnehmern durch. Boote aus der Region Trier fuhren fünfmal auf den ersten Platz.

Bernkastel-Kues. Sie waren schnell, beindruckend schnell! Es war für die Ruderer im Achter des niederländischen Vereins Dudok van Heel ernüchternd: Sie sahen, wie das zwei Minuten später gestartete Boot mit vier deutschen U23-WM-Bronzemedaillengewinnern und Nationalmannschaftssteuermann Jonas Wiese aus Briedern an der Mosel (Kreis Cochem-Zell) immer näher kamen und sie vor einigen Hundert Zuschauern in den Kueser Anlagen in der langgezogenen Zielkurve fast noch überholte. Die U23-Nationalmannschaftsruderer waren mit Abstand die schnellsten auf der vier Kilometer langen Strecke: 12:35,1 Minuten. Damit sicherten sie sich mit fast einer Minute Vorsprung den Sieg im Peter-Mertes-Achterpreis.
Die zweitplatzierte Renngemeinschaft aus Koblenz, Mainz, Offenbach, Berlin und Duisburg, unter anderen mit Rio-Olympiateilnehmer Moritz Moos (Mainz) und Studenten- und Junioren-Weltmeister Timo Pionthek (Koblenz) war fast eine Minute langsamer (13:33,9). Als Drittplatzierter folgte der Achter mit dem aus Zeltingen-Rachtig stammenden Matthias Schömann-Finck (TV Saarbrücken/13:40,6).
Klasse, aber vor allem auch die Masse von 1100 Ruderern aus sechs Nationen machen den Reiz der von Bernkasteler Ruderverein (BRV) und Rudergesellschaft Zeltingen ausgerichteten Moselpokal-Regatta aus. Auch für die einheimischen Ruderer verliefen die Wettkämpfe erfolgreich.
Die Einer-Rennen gewannen Matthias Schömann-Finck in 15:40,6 Minuten und bei den jüngsten Senioren Christoph Krüger vom RV Treviris Trier (RVT/17:04,8 Minuten) vor Lokalmatador Gordon Hanso (BRV/17:37,4). "Ich habe in den letzten zwei Wochen einen Ruder-Trainingsblock mit vier Einheiten eingeschoben", erklärte der mehrmalige Weltmeister Schömann-Finck, dass er sich hauptsächlich mit Radfahren fit hält.
Ähnlich verhält es sich mit seinem Bruder Jost Schömann-Finck, der wie Matthias ebenfalls im Frühjahr vom Leistungssport zurücktrat. Der Peking-Olympiateilnehmer setzte sich im Vierer ohne Steuermann zusammen mit Moos, Piontek und Maximilian Bierwirth (Koblenz) durch. "Das war verdammt anstrengend", sagte der 33-Jährige, der jetzt als Trainer beim Koblenzer RC Rhenania arbeitet. "Ich bin seit dem Frühjahr nicht mehr gerudert. Ich habe gar keinen Drang danach und mit dem Training genug zu tun."
Außer den Schömann-Finck-Brüdern feierte auch ein anderes Geschwisterpaar von der Mosel einen Sieg - und zwar gemeinsam. Lukas Wurzer vom RC Traben-Trarbach gewann mit seiner in Schweden lebenden und für Stockholm startenden Schwester Hannah in 16:54,6 Minuten das Rennen im Mixed-Doppelzweier vor dem RVT-Boot (17:28,0) mit Barbara Piontek und dem aus Zeltingen-Rachtig stammenden Adrian Lamberty.
Die Trierer setzten sich dafür mit Ute Recker-Hamm und Andreas Mader in der Mixed-Klasse bei den C-Senioren (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) in 17:04,0 Minuten durch. teu

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