Eifel-Derby in Nattenheim

Wenn am Sonntag die Partie Nattenheim gegen Bitburg angepfiffen wird, kommt es zu einem richtungsweisenden Derby auf Augenhöhe. Während Nattenheim jeden Punkt im Abstiegskampf benötigt, will sich Bitburg mit der Rückkehr einiger Stammspieler weiter konsolidieren.

Nattenheim/Bitburg. Dieter Conrad, Trainer des Tabellendrittletzten Nattenheim, spricht vor dem Derby von einem richtungsweisenden Spiel.
"Von den letzten drei Spielen war ich mit zweien absolut nicht einverstanden. Wir haben gegen Neidenbach und Lamberstberg nicht so leidenschaftlich gespielt, wie es sich im Abstiegskampf gehört. Gegen Lambertsberg haben wir zeitweise mit drei Spitzen gegen eine Viererkette gespielt, was in die Hose gegangen ist."
Wenn jetzt der FC Bitburg zum Derby kommt, fordert der Nattenheimer Coach von seiner Mannschaft einen Sieg. "Jeder Spieler muss jetzt begreifen, worum es geht. Jeder Spieler muss auch bis ans Limit gehen in den nächsten Wochen. Ich kann eines versprechen, dass es einen heißen Tanz geben wird und die Mannschaft top eingestellt sein wird. Wir wollen mit 18 Punkten in die Winterpause gehen."
Die Umsetzung dieser Prämisse setzt einen Dreier gegen Bitburg zwingend voraus. "Wir lassen uns nicht blenden. Mit Hartwick, Neuerburg und Schütz ist Bitburg bestens besetzt. Die sind spielerisch stärker, aber keine Übermannschaft. In den zwei Heimspielen fordere ich einen Sieg. Wir werden uns nicht verstecken", betont Conrad, dessen Ziel es sein muss, komplett hinter den Ball zu arbeiten und im Team nach vorn zu rücken. Conrad muss auf die verletzten Sebastian Haselsteiner und Tobias Kinnisch verzichten. Beim FC Bitburg kehren die zuvor verletzten Andreas Neuerburg und Eugen Hartwick in den Kader zurück.
Dennoch warnt Trainer Harald Keilen: "Beide haben zuletzt trainiert und in der Zweiten gespielt - sie sind jedoch konditionell noch nicht wieder am oberen Level".
Marius May, der die Stürmerlücke zuvor sehr gut ausfüllte, ist angeschlagen und laboriert an Leistenproblemen, könnte aber ebenso wie Spielmacher Vitali Krause auf der Bank sitzen. "Vitali ist das Herzstück der Mannschaft. Wir hoffen, dass er spielen kann."
Dagegen muss das Trainerduo Keilen/Roth auf den noch zwei Spiele gesperrten Thimm Schröder verzichten. Dicke Fragezeichen stehen hinter dem Einsatz von Torwart Nino Renschler. Weil der ohnehin im Januar zur Marine geht und Stammkeeper Andreas Pax für den Rest der Saison ausfällt, hat der FCB ein Torwart-Problem. "Wenn Nino nicht spielen kann, wird wahrscheinlich wieder Ralf Baustert oder aber Tobi Amberg ins Tor wechseln. Der FC Bitburg sucht also weiter nach einem Torwart", erklärt Keilen die Lage.
Das Derby in Nattenheim sieht Keilen mit gemischten Gefühlen. "Wir wissen, dass Nattenheim über den Kampf kommt und die alles in die Waagschale werfen, um zu gewinnen. Wir haben eine spielerisch gute Mannschaft - da könnten wir ein Problem bekommen. Wir werden erneut auf einige A-Jugendspieler zurückgreifen. Das sind alles Systemspieler und sie sind die Raumdeckung gewöhnt. Die Chancen stehen bei fünfzig zu fünfzig." L.S.