Ein Riesenschritt in Richtung Liga eins

Zell · 2000 Zuschauer und Riesenstimmung beim PACCOR Mittelmosel-Triathlon in Zell: 742 Ausdauersportler kamen an der Mosel ins Ziel. Jana Dahlem von Tri-Post Trier wurde Rheinland-Pfalz-Vizemeisterin im Sprint und Marc Pschebizin aus Wittlich Dritter im Rennen über die olympische Distanz.

Zell. Im Ziel lag Jens Roth noch auf dem Boden. Sein Teamkamerad Boris Stein vom RSG Montabaur musste den Monzelfelder mit Cola aufpeppeln. Völlig verausgabt hatte sich der 25-Jährige beim erstmals in Zell ausgetragenen Zweitliga-Rennen. Nach 1500 Meter Schwimmen in der leicht hochwasserführenden und deshalb schnell fließenden Mosel und auf der 40 Kilometer langen Radstrecke lag Roth in Führung.Dann kam, was man nach seiner Magen-Darm-Infektion befürchten musste: Die Energiereserven waren aufgebraucht. "Hinten raus hat die Kraft gefehlt", erzählt Roth. Die Verfolger mit den Deutschen Mitteldistanz-Meistern Markus Fachbach (DSW Darmstadt), Boris Stein und dem Trierer Andreas Theobald sparten dank der bei Liga-Rennen üblichen Windschattenfreigabe viel Kraft beim Radfahren. Die Routiniers münzten das in Platz eins (Fachbach) und zwei (Stein) um. Für den 20-jährigen Theobald war das Tempo (noch) etwas zu hoch, so dass er seine Laufstärke nicht ausspielen konnte und auf den 14. Platz zurückfiel. Roth kämpfte sich als Achter ins Ziel. Versöhnlich für beide: Sie sammelten wertvolle Punkte für den Sieg ihres Teams RSG Montabaur, das in der zweiten Bundesliga Süd führt und dem Erstliga-Aufstieg einen Riesenschritt nähergekommen ist.2000 Zuschauer, so schätzen die Organisatoren des TSV Bullay/Alf und der SG Zell-Kaimt-Merl, sahen, wie 742 Sportler auf dem Festplatz der Schwarze-Katz-Stadt das Ziel erreichten. Im Rheinland-Pfalz-Meisterschafts- und Liga-Rennen auf der halb so langen Sprintdistanz musste Jana Dahlem von Tri-Post Trier den Titel nur um 17 Hundertstel Sekunden der Koblenzerin Lilli Schneider überlassen. Bei den Männern siegte der für Montabaur startende Luxemburger Max Biewer. Bester Teilnehmer aus der Region war Dahlems Vereinskamerad Jens Nagel auf dem 13. Platz. Im offenen Rennen über die olympische Distanz (Windschattenverbot) belegte Jens Roths Trainer Marc Pschebizin (Team Proficoaching Wittlich) hinter Oliver Strankmann (Bonn) und dem Tschechen Tomas Martinek den dritten Platz. Ergebnisse: (Platz 1-3, Altersklassensieger und Starter der Region bis Platz 30) Olympische Distanz (1,5 - 40 - 10): Frauen: 1. Nina Kuhn (Mainz) 2:10:22 Stunden, 2. Annette Jaffke (CAE Grevenmacher) 2:16:05, 3. Nike Ruschel (SC Illingen) 2:23:51. Männer: 1. Oliver Strankmann (Bonn(M25) 1:55:40 Stunden, 2. Tomas Martinek (Tschechien(M30) 1:58:47, 3. Marc Pschebizin (Proficoaching Wittlich/M40) 1:59:02, 6. Carsten Schwarz (Zell/TVE Netphen) 2:08:39, 12. Johannes Scherer (Konz) 2:12:41, 16. Martin Gabler (Bitburg) 2:14:51, 21. Frank Haubert (Saarburg) 2:15:48, 30. Stefan Ambrosius (Stahlross Wittlich) 2:17:35. Zweite Bundesliga: 1. Markus Fachbach (DSW Darmstadt) 1:51:52 Stunden, 2. Boris Stein (RSG Montabaur) 1:52:16, 3. Alexander Bonauer (Tri-Team Triftern) 1:52:49, 8. Jens Roth (Monzelfeld/RSG Montabaur) 1:53:38, 14. Andreas Theobald (Trier/RSG Montabaur) 1:54:34. Sprintdistanz: (Klammer: Meisterschaft) Frauen: 1. Lilli Schneider (Koblenz/W30) 1:06:39 Stunden, 2. Jana Dahlem (Tri-Post Trier/W20) 1:06:56, 3. Jana Binninger (Stimmel-Sports) 1:07:48, 21. (20.) Claudia Rausch (Tri-Post Trier) 1:15:13, 27. Dominique Neu (FC Bitburg) 1:16:05, 32. (27.) Teresa Vetter (Tri-Post Trier) 1:18:34. Männer: 1. Max Biewer (RSG Montabaur) 55:43 Minuten, 2. Michael Rünz (Koblenz) 57:35, 3. Benjamin Rossmann (RSG Montabaur) 57:45, 17 (14.) Jens nagel 1:00:16, 23. Philipp Werland 1:00:52 (beide Tri-Post Trier). M65: Uwe Lellinger (TG Konz) 1:21:04.teu Im Internet Bilder und weitere Ergebnisse: www.volksfreund.de/laufen

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