Ein Schlitzohr im Sturm

Andreas Klink, der Schlitzohrigkeit und gutes Kopfballspiel zu seinen Stärken zählt, ist nach einem glücklosen Gastspiel im luxemburgischen Hesperange wieder in der alten Heimat angekommen. Beim A-Ligisten SG Neidenbach ist er Kotrainer von Hermann Heinz. Der TV sprach mit dem 28-Jährigen.

Malbergweich. Andreas Klink ist in seinem zweiten Jahr auch Kotrainer von Hermann Heinz. Nach der Rückkehr vor zwei Jahren hat Klink, einst mit Andreas Neuerburg beim FC Bitburg das wohl gefährlichste Sturm-Duo der Region, Verantwortung übernommen.
"Gemeinsam mit Hermann Heinz, den ich vor allem menschlich sehr schätze, will ich meine Philosophie vom Fußball bei meinem Heimatverein den vielen talentierten Jungs näher bringen. Dass heißt vor allem, dass wir die Spielkultur anheben und einen attraktiven Fußball spielen wollen. Über Jahre hinweg galten andere Maxime, die mit modernem Fußball nichts zu tun hatten. So versuchen wir jetzt, über die Abwehr einen geordneten Spielaufbau zu betreiben und wollen unter Einbeziehung der Außenpositionen schnell nach vorn spielen. Das klappt jetzt immer besser, doch das neue System braucht auch Zeit."
Die vor der Saison geäußerte Zielstellung, einen Platz unter der ersten fünf, ist derzeit nicht erreicht worden. "Doch wir sind jetzt vier Spiele ohne Niederlage und wollen diese kleine Serie mal fortsetzen. Wir haben eine sehr junge Mannschaft, der noch die Erfahrung fehlt." Andreas Klink hofft in den nächsten zwei, drei Jahren auf eine Entwicklung, die den Verein mal an die Tür zur Bezirksliga anklopfen lassen will. "Wir haben mit Hermann Heinz einen super Trainer. Wenn alles passt und ein paar gute Spieler aus der Jugend zu uns stoßen, ist das auch machbar."
Die außergewöhnlich gute Kameradschaft und der Reiz, etwas bewegen zu können, haben den 28-jährigen Stürmer bewogen, zum Heimatverein zurückzukehren - trotz einiger höherklassiger Angebote.
"Erwin Berg in Salmrohr und Herbert Herres in Bitburg haben mich schon geprägt mit ihrer Art, fußballerisches Wissen an den Mann zu bringen. Von ihnen habe ich vor allem in taktischer Hinsicht viel gelernt, wie man sich bewegt als Stürmer, welche Kniffe man anwenden kann, um in gute Schusspositionen zu kommen und wie man antizipiert", sagt Klink, der in seiner Jugendzeit sogar mal im Tor stand.
"Das war in der F-Jugend. Dort habe ich mir auch mal den Arm gebrochen, da hatte ich die Nase vorm Torwartdasein voll, spielte dann fortan als Stürmer."
Nach etlichen Jahren "in der Fremde" - bei Swift Hesperange spielte er an der Seite von Gustav Schulz, Damian Stoklosa und Lars Schäfer verletzungsbedingt nur drei Spiele - spielt der in Gerolstein geborene und jetzt in Malbergweich lebende Servicetechniker bei einer Windkraftfirma noch immer im Sturm.
"Doch wenn die Schnelligkeit nachlässt und wir genügend gute Stürmer aufbieten können, rücke ich in naher Zukunft auch mal ins Abwehrzentrum."
Seine größten Erfolge feierte Klink mit 17 Jahren unter den Fittichen seines Vaters Gerhard Klink mit der Meisterschaft in der B-Klasse, dem Aufstieg mit dem FC Bitburg in die Bezirkliga und dem Vizemeistertitel mit dem FSV Salmrohr in der Rheinlandliga. Zu seinen Stärken zählt er das ausgeprägte Kopfballspiel, die Schlitzohrigkeit und das Antizipieren in kniffligen Spielsituationen. Seine Hobbys sind Play-Station, seine Freundin, die Couch und Relaxen.
Extra

Stationen von Andreas Klink F-Jugend bis D-Jugend VfL Neidenbach C-Jugend bis 1. Jahr B-Jugend FC Bitburg B-Jugend bis 1. Jahr A-Jugend JSG Badem Rheinlandliga 2. Jahr A-Jugend bis in den Seniorenbereich hinein beim FSV Salmrohr in der Rheinlandliga und Oberliga Dreieinhalb Jahre beim FC Bitburg in der Bezirksliga Halbes Jahr beim luxemburgischen Ehrendivisionär Swift Hersperange Seit zwei Jahren beim A-Ligisten SG Neidenbach. L.S.