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Eine fast verdorbene Meisterfeier

Eine fast verdorbene Meisterfeier

TuS Mosella Schweich - FC Karbach 2:3 (0:3) Nach einer guten Saison wollte die TuS Mosella Schweich im letzten Heimspiel die Spielzeit mit einem Heimsieg gegen den FC Karbach krönen. Doch clevere Gäste überraschten die Heimmannschaft.

Tobias Schinnen (20./30.) und Sven Jakobs (41.) schockten die Mosella. Zudem verletzte sich Gäbler in einem Zweikampf schwer (20.) und musste früh durch Carsten ersetzt werden. Im zweiten Durchgang zeigte das Team von Hans Schneider tolle Moral und verkürzte noch durch Sebastian Schäfer 75.) und Florian Beaudouin (82.). Vor dem Anstoß hat die TuS noch Urgestein Michi Rohr gebührend verabschiedet. Er war elf Jahre Kapitän und kickte 25 Jahre für die Mosella.
FSV Salmrohr - SV Morbach 2:0 (0:0) Fast hätte der SV Morbach dem Meister die Feier verdorben. Das letzte Heimspiel der Saison hatten die Funktionäre des Verbandes nämlich dazu genutzt, die Ehrung für den souveränen Titelträger vorzunehmen. Doch Salmrohr tat sich eine Halbzeit lang schwer gegen die gut gestaffelte Gästeabwehr - außer bei einigen Standardsituationen, bei denen die Hunsrücker aber auch immer Herr der Lage waren, ging von den Hausherren keine Gefahr aus. Dafür wurde Morbach, das sowohl das Hinspiel gewonnen, als auch im Pokal über den FSV triumphiert hatte, unmittelbar nach dem Seitenwechsel kalt erwischt. Mit dem Anpfiff baute der Spitzenreiter Druck auf, ein Pass in den Strafraum wurde von Morbach zu kurz abgewehrt und fiel zu Alexander Adrian. "Keiner hat ihn wirklich gestört", bemängelte Morbachs Coach Thorsten Haubst. Adrian nutzte die ihm gewährte Freiheit und verwandelte flach und unhaltbar für Kevin Greweling. Damit war die Vorentscheidung schon gefallen, "weil Salmrohr in der zweiten Halbzeit viel besser gespielt hat" (Haubst). Ausdruck der Überlegenheit war das 2:0 durch Christian Adams nach einer Kombination über Bauer und Schraps.
TuS Koblenz II - FSV Trier-Tarforst 0:0 Die Partie dauerte 110 Minuten, da sie kurz nach dem Seitenwechsel für 20 Minuten wegen eines starken Gewitters unterbrochen werden musste. Mehr als 20 Minute Überlegenheit hatte auch der Tabellenzweite nicht zu bieten. "Koblenz war nur zu Beginn stärker", urteilte Tarforsts Coach Dirk Fengler, "die restliche Spielzeit haben wir überlegen gestaltet." Fengler hatte "fünf, sechs hunderprozentige Torchancen" für sein Team registriert. Die sonst so treffsichere Offensivabteilung des Aufsteigers war aber im Abschluss nicht konzentriert genug. Der FSV musste neben Stefan Fleck, der beruflich verhindert war, mit David Rinnenburger, der sich im Abschlusstraining die Hand gebrochen hatte, einen zweiten Stammspieler ersetzen.
SV Mehring - SG Kyllburg/Badem/Gindorf 4:2 (1:1) Stefan Wagner, der seine Laufbahn nach dieser Saison beendet und im letzten Heimspiel verabschiedet wurde, bereitete sich das beste Abschiedsgeschenk mit einem Doppelpack "in typischer Wagner-Manier" (Trainer Wolfgang Hoor) selbst. In einem offenen Schlagabtausch hatten die Hausherren "ein klares Chancenplus und haben deshalb auch absolut verdient gewonnen", merkte Gästetrainer Wolfgang Neumann an. Stephan Schwarz vergab ein frühes 2:0, als er einen Strafstoß ans Lattenkreuz setzte. Das nutzten die Gäste nicht nur zum Ausgleich durch Timo Heinz, sondern gingen nach dem Seitenwechsel durch einen Weitschuss von Christian Esch in Führung.
SG Ellscheid - SG Eintracht Lahnstein 8:0 (4:0) Der Endspurt der SG Ellscheid kommt zu spät, um den Klassenerhalt noch zu schaffen. Aber nicht nur deshalb kam im Lager der Eifeler nach dem Kantersieg über Lahnstein keine Freude auf. "Einerseits mag es ja lobenswert sein, dass sich Woche für Woche ein Häuflein Aufrechter findet, die das Ziel haben, die Saison für Lahnstein zu Ende zu bringen", sagte Ellscheids Coach Jörg Stölben, "aber mit sportlichem Wettbewerb hat das nichts zu tun. Und Spaß macht es auch nicht." Nicht zum ersten Mal in dieser Spielzeit drohte ein Spielabbruch, weil den Lahnsteinern die Spieler ausgingen. wir