Eine Niederlage für Trier, die doppelt weh tut

Rollstuhl-Basketball : Eine Niederlage, die doppelt weh tut

Rollstuhl-Basketball-Bundesliga: Dolphins unterliegen  Wiesbaden mit 85:93.

Es war ein Wochenende zum Vergessen für Dirk Passiwan, den Spielertrainer der Doneck Dolphins Trier: Zunächst hatte sein heißgeliebter Hamburger SV in der zweiten Fußball-Bundesliga beim 0:1 daheim gegen den 1. FC Heidenheim einen bitteren Rückschlag im Aufstiegsrennen erlitten. Und knapp 24 Stunden später setzte es für die Dolphins am Samstag ein 85:93 gegen die Rhine River Rhinos aus Wiesbaden. Damit ist das Rennen um einen Playoff-Platz für die Trierer nun wieder enger geworden, beträgt der Vorsprung auf die siebtplatzierten Hessen nur noch zwei Punkte.

„Wir sind wieder in alte Muster verfallen. Defensiv haben wir Schwächen gezeigt. Unserer zum Teil jungen Mannschaft fehlt es einfach noch an Konstanz“, wusste Passiwan. Während ihm sehr starke 45 Zähler gelangen, klaffte dahinter diesmal eine besonders große Lücke. Zweitbeste Schützin war Diana Dadzite (14). Allzu früh mit fünf Fouls belastet, brachte es die Lettin lediglich auf gut 20 Minuten Spielzeit. Die Gäste aus Wiesbaden waren der erwartet starke Kontrahent und hatten am Ende gleich fünf Akteure, die zweistellig trafen.

„Offensiv war das in Ordnung. In der Abwehr  waren wir aber einfach nicht so konstant“, sagte Lukas Jung, Low-Pointer der Dolphins in früher in Diensten der Wiesbaden.  Eine „schmerzhafte Niederlage“ konstatierte seine Mitspielerin Nathalie Ebertz. Die Pleite im ersten Heimspiel der Rückrunde tut deshalb so besonders weh, weil so ein Playoff-Konkurrent nicht nur näher an die Trierer rückte, sondern durch das 93:85 auch das bei Punktgleichheit entscheidende direkte Duell für sich entschied, nachdem die Dolphins das Hinspiel in der hessischen Landeshauptstadt beim 81:75 nur mit sechs Körben Differenz gewonnen hatten. Dabei hatten die Trierer am Ende noch Pech, das Resultat nicht knapper zu gestalten: In der Schlusssekunde tänzelte der Ball nach einem Drei-Punkte-Versuch von Passiwan auf dem Ring, sprang aber dann zurück.

In der Liga geht es für die Dolphins  am 21. Dezember mit dem Derby in St. Vith weiter. Kommenden Samstag steht das Pokalviertelfinale zu Hause gegen die Thuringia Bulls an.

Dolphins: Passiwan 45, Dadzite 14, Wright 13, Rossi 6, Dorner 5, Ebertz 2

Rhinos: Amacher 23, Hopp 21, Güntner 18, Even 16, Palmer 13, Damiano 2.

Viertelstände: 19:23, 41:47 (Halbzeit), 53:68, 85:93.