Eintracht - hier ist der Name auch Programm

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Kreisliga BII: Aufsteiger SG DIST hat sich in der ablaufenden Saison als Favoritenschreck entpuppt - Respekt vorm zweiten Jahr.

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Andreas Arens Sülm (L.S.) Der SV Schleid steht nach dem 1:3 in Sülm gegen die SG Eintracht DIST/Röhl vor dem alles entscheidenden Endspiel gegen Herforst unter großem Erfolgsdruck. DIST-Trainer Claudio Zornio findet unterdessen Erklärungen, warum es diese Saison bei seinem Team so erfolgreich läuft.
Als Aufsteiger in die B-Liga gekommen, spielt die SG DIST eine außergewöhnlich gute Saison. Das jüngste 3:1 gegen den SV Schleid setzte dem Ganzen das I-Tüpfelchen auf. "Dem Spielverlauf entsprechend war der Sieg absolut gerechtfertigt. Ich habe selbst fünf Jahre in Schleid gespielt und drücke ihnen auch für das Endspiel gegen Herforst die Daumen. Meine Jungs haben gegen sie die taktischen Vorgaben einfach hervorragend umgesetzt." Dem SVS hatte trotz deren Druckphase nach dem 1:1 von Andreas Grethen die letzte Konsequenz gefehlt. "Wir haben nicht nur gegen Schleid den absoluten Willen bewiesen, Spiele zu gewinnen. Es ist schon sensationell, wenn man in der Saison jeweils vier Punkte gegen Herforst und Schleid einfährt. Ich muss alle Hüte vor der Leistung der Mannschaft ziehen, die sich in dieser Aufstiegssaison super präsentiert hat." Zornio ist von seinen Schützlingen überzeugt. Der Zusammenhalt lässt den Coach, der früher auch bei der SG Nattenheim-Bickendorf/Fließem in der Bezirksliga aktiv war, in höchsten Tönen schwärmen.
"Die Mannschaft lebt den Vereinsnamen wirklich. Einer ist für den anderen da, nicht nur auf dem Platz. Eintracht wird von der Nummer eins bis zur 16 gelebt." Die Gewöhnungsphase im ersten Drittel der Saison dauerte relativ lang, so Zornio. "Doch der absolute Wille jedes Einzelnen, das Unterordnen ins Mannschaftssystem und das Bewahren der Ruhe hat uns stark gemacht. Niemand wollte auch nur ansatzweise die erste Geige spielen", sagt Zornio, der sich auf die Routiniers Jochen Schilz, Rüdiger Kempf und Markus Nikolay jederzeit verlassen konnte. Es spräche für den Teamgeist, dass Markus Nikolay zum Beispiel das dritte Tor gegen Schleid seinem Teamkollegen Sascha Schrodt überließ, nachdem dieser uneigennützig auf den besser postierten Nebenmann querlegte, anstatt mit seinem dritten Tor zu glänzen. Die vier Siege in den letzten fünf Wochen unterstreichen die Einschätzung des Trainers, der auch in der kommenden Serie an der Seitenlinie stehen wird. "Der Glaube an den Verein und die Mannschaft war immer da. Phänomenal, jeder ist am Anschlag gelaufen, die Einstellung in den Trainingseinheiten war jedenfalls auch ein Baustein für den Erfolg." Wichtig war auch, dass die Bier-Brüder Philipp und Julian nach ihrer Verletzung wieder rasch ins Team fanden.
Zornio weiß, dass das zweite Jahr nach einem Aufstieg immer das schwerste ist: "Ganz klar, dass wir den Klassenerhalt auch dann im Blick haben." Trotz Anfragen anderer Vereine können wohl alle Spieler gehalten werden. Lediglich Torwart Daniel Milbach wird die SG aufgrund beruflicher und privater Veränderungen verlassen. Marvin Molitor wird aufgrund seiner beginnenden Bundeswehrtätigkeit ab dem 1. Juli ebenfalls nicht mehr zur Verfügung stehen. "Wichtig ist, dass wir mit Michael Schmitt unseren zweiten Torwart reaktivieren konnten." Vier A-Jugendspieler werden den Kader verstärken, eine zweite Mannschaft soll als Unterbau dienen und die Neuen integrieren helfen.

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