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Eishockey: Warum Serienmeister Bitburg wieder nicht aufsteigt

Eishockey: Warum Serienmeister Bitburg wieder nicht aufsteigt

In den vergangenen sechs Spielzeiten gewann der Bitburger Eissportverein zunächst als Bitburger Bären und zuletzt als Eifel-Mosel-Bären insgesamt fünf Mal den Rheinland-Pfalz-Liga-Titel. Ein Aufstieg ist aber auch in diesem Jahr nicht drin. Warum eigentlich?

Bitburg/Trier. Nachdem die Eifeler bereits im Jahr 2005 die Landesliga Rheinland-Pfalz gewinnen konnten, zog es die Bitburger Bären sportlich zunächst nach Hessen und danach nach Nordrhein-Westfalen. Später folgte eine Reformation der Ligenstruktur des Deutschen Eishockey Bunds: Die Bären kehrten zur Saison 2009 zurück nach Rheinland-Pfalz in die fünftklassige Rheinland-Pfalz-Liga. Nach den Strukturen des DEB gibt es für die Bundesländer eine eigene Landesliga (fünfte Liga), etwa die Rheinland-Pfalz-Liga, die Hessenliga und die NRW-Liga. Alle drei "Landesligen" verzahnen miteinander zur Regionalliga West (vierte Liga). Die Hessenliga und NRW-Liga besitzen Direktaufstiegsplätze in die Regionalliga West, die Rheinland-Pfalz-Liga verlor jenen Direktaufstiegsplatz vor wenigen Jahren, da wiederholt niemand aus dem Südwesten aufsteigen wollte. Seitdem spielt der Sieger der Rheinland-Pfalz-Liga gegen den Letztplatzierten der Regionalliga West in einer Relegationsrunde um den freien Platz.
In diesem Jahr hätten die Eifel-Mosel Bären in einem Duell mit Soest um den Regionalliga-Platz kämpfen können, jedoch findet ohne Aufstiegsambitionen keine Relegation statt. Der Club kämpft seit Jahren mit denselben Problemen, die einen Aufstieg verhindern, wie die Bären mitteilen: Finanziell könnte der Bitburger ESV mit der Unterstützung seiner Partner und möglichen neuen Sponsoren die neue Liga zwar stemmen. Es fehle aber eine langfristige Sicherheit. Mit den vorhandenen Eiszeiten und Heimspielterminen in der Eissporthalle Bitburg wäre es nicht möglich, einen Spielplan von mehr als 30 Spielen zu koordinieren. Freitagsheimspiele sind bislang unmöglich, so dass jedes mögliche Doppelwochenende mit einem Freitag-Auswärtsspiel beginnen müsste. Hinzu kommt eine andere Ausländerregelung in der Regionalliga: Dort dürfen nur zwei Ausländer spielen - das würde den mit US-Soldaten von der Airbase Spangdahlem gespickten Kader massiv schmälern. red