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Eiswürfel statt wärmender Mütze

San Juan/Puerto Rico · Eiswürfel im isotonischen Sportgetränk statt Eis auf der Laufstrecke, manche Läufer entflieht dem deutschen Winter und trainiert in sonnigen Gefilden. Hobbysportler der LG Pronsfeld-Lünebach waren bei einer Läufer-Kreuzfahrt in der Karibik dabei.

 Sonnenbrand statt Frostbeulen: Die Karibik-Etappenläufer der LG Pronsfeld-Lünebach genießen die Wärme, während die zu Hause gebliebenen Ausdauersportler mit der Kälte kämpfen. Foto: privat

Sonnenbrand statt Frostbeulen: Die Karibik-Etappenläufer der LG Pronsfeld-Lünebach genießen die Wärme, während die zu Hause gebliebenen Ausdauersportler mit der Kälte kämpfen. Foto: privat

San Juan/Puerto Rico. Wärmende Sonne, Meer und jeden Tag eine neue Laufstrecke. Während die Läufer in Deutschland zu Wollmütze, Schal, Handschuhen und dicken Jacken griffen, reichten einigen Ausdauerbegeisterten aus der Eifel im Januar ein leichtes T-Shirt und eine kurze Hose. Mit Trainingseinheiten an einigen der schönsten Strände der Karibik, beispielsweise auf Granada, Barbados und den Jungferninseln starteten einige Läufer der LG Pronsfeld-Lünebach ins Jahr.Es ging aber nicht nur darum, die Wärme und die Landschaft zu genießen. Die täglich vom laufenden Weltenbummler Björn Grass organisierten Läufe wurden als Etappenrennen ausgetragen. Martha Metlen und Manfred Margraff erwiesen sich als Ausdauerndste der Reisegruppe. Sie siegten mit großem Vorsprung. Der Temperatursprung vom frostigen Deutschland in die fast 30 Grad warmen Tropen, für Margraff kein Problem. "Ich wusste, was auf mich zukommt", erzählt der 44-Jährige. Nach ein paar Tagen habe sich der Körper angepasst. Die Rückkehr in die Kälte sei viel schlimmer.Flache Strecken waren während der zwei Wochen Mangelware. Und wenn es sie gab, dann führten sie meist über Strände, in deren Sand die Füße nur wenig Halt fanden. "Die schwerste Etappe war auf Tortola ein Bergrennen. Es ging zuerst 2,5 Kilometer mit Steigungen zwischen fünf und 20 Prozent nur bergauf - und anschließend das Ganze wieder runter. Das war wegen der vielen Schlaglöcher, engen Kurven und des extremen Gefälles gar nicht so einfach", erzählt Margraff.Nicht alle kamen so problemlos wie Margraff mit den Bedingungen nahe dem Äquator zurecht. Ein tropischer Regenschauer kam da gerade recht, wie Irene Kollig berichtet: "Beim Regenwaldlauf in Puerto Rico ging es vorbei an Mammutbäumen, riesigem Bambus, Kakteen und unendlich vielen Palmen und Farnen. Und im Regenwald muss es ja auch mal regnen. Der kurze Platzregen kam sehr willkommen."Zwei Etappen wurden sogar auf dem Kreuzfahrtschiff Serenade of the Seas, das die Läufer von Etappenort zu Etappenort brachte, absolviert. "Man muss sich auf die Schwankungen des Schiffes einstellen. Meistens hat auf man einer Seite mit Gegenwind zu kämpfen", erklärt Margraff.teu volksfreund.de/laufen

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