Endlich wieder oben

Die Herren des TC Trier sind in die Verbandsliga aufgestiegen. Es ist die höchste Klasse des Landesverbands Rheinland und ein Ereignis, auf das der Verein zehn Jahre lang gewartet hat.

Trier. TCT-Kapitän Simon Porn glaubt fest an die realistische Chance, beim erneuten Anlauf länger in der höchsten Klasse zu bleiben. Vor mehr als zehn Jahren war der Verein nach einem Jahr in der Verbandsliga wieder eine Etage tiefer in die Rheinlandliga abgestiegen. Porn hofft auf den Klassenerhalt, obwohl oder gerade weil die Voraussetzungen ganz unterschiedlich sind. "Die Topvereine dieser Klasse wie Schott Mainz oder BASF Ludwigshafen spielen mit einigen Legionären, wir praktisch nur mit eigenen Leuten." Was auf den ersten Blick wie ein Nachteil aussieht, könnte sich als das größte Plus entpuppen. "Der Kern der Mannschaft spielt schon seit Jahren zusammen", sagt der 28-Jährige, "außerdem haben wir uns nicht beim Tennis kennengelernt, die Freundschaften aber beim Sport intensiviert."
Selbst die, die den Kader ergänzen, der insgesamt aus elf Spielern besteht, kommen entweder aus der Region oder studieren in Trier. Daher sieht Porn auch "im Zusammenhalt, im Einsatzwillen und im Kampfgeist" die größten Tugenden des Aufsteigers.
Der hatte beim Saisonauftakt am Wochenende beim Titelverteidiger Schott Mainz, der freiwillig auf den Aufstieg verzichtet hatte, mit 7:14 verloren. "Diese Niederlage hatten wir einkalkuliert", sagt Porn, "den Sieg unserer Nummer eins Philipp Schneider - gegen Marco Lauderbach allerdings nicht." Der Mainzer war in diese Partie als klarer Favorit gegangen. "Das Spiel hat gezeigt, dass wir eine echte Nummer eins haben. Ein weiteres großes Plus ist, dass der Rest in etwa auf einem Level spielt." Sieben Mannschaften nehmen am Ligabetrieb teil, wegen der Kürze der Saison (von Mai bis zu den Sommerferien) wird nur eine einfache Runde ausgetragen. Drei Spiele hat jedes Team zu Hause, drei auswärts.
Die nächste Begegnung ist für die Trierer schon richtungweisend. Zu Gast auf der Anlage des TCT am Moselstadion ist der TC Rot-Weiß Kaiserslautern (Sonntag, ab 9.45 Uhr), ein Gegner, der schlagbar ist. Im Kampf um den Klassenerhalt, den der TCT als Saisonziel ausgegeben hat, gilt es, mindestens den vorletzten Platz zu belegen. Markus Grundhöfer, der Geschäftsführer und Jugendwart des Vereins, hält es für "sehr wichtig", die Klasse zu halten, "weil das Sog- und Vorbildwirkung für unsere guten Jugendteams hat."

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