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Erbeskopf-MTB-Sieger sammelt Alpen-Erfahrung

Radsport : Erbeskopf-Sieger auch in den Alpen stark

Lukas Ittenbach vom RV Schwalbe Trier belegte beim Montafon- Mountainbike-Marathon in Österreich trotz platten Reifen den fünften Platz bei den Junioren.

Das war ganz schön extrem: Und dabei war die 45-Kilometer-Strecke, die Lukas Ittenbach beim Montafon-Mountainbike-Marathon im österreichischen Schruns unter die Stollenreifen nahm, noch die kürzeste der drei Distanzen für Lizenzfahrer. Aber 1250 Höhenmeter sind schon eine Hausnummer, zumal es auf den ersten 15 Kilometern praktisch nur eine Richtung gab, nämlich bergauf.

„Ein Rennen mit einem solch langen Anstieg hatte ich vorher noch nie bestritten, und ich wusste nicht, wie ich mich zu verhalten habe“, erzählt er. Rund ums heimische Pluwig findet der Radsportler vom RV Schwalbe Trier zwar auch jede Menge Anstiege, aber rund 900 Höhenmeter auf 15 Kilometer an einem Stück kann man in Rheinland-Pfalz mit dem 816 Meter hohen Erbeskopf als höchsten Berg nun einmal nicht trainieren.

Dass Ittenbach die Spitzengruppe der Lizenzfahrer mit den besten Startern seiner Altersklasse U19 erst einmal ziehen ließ, erwies sich als richtige Taktik. Der 17-Jährige fuhr in seinem eigenen Rhythmus den Berg hinauf. Nach der ersten Zwischenzeit am Kristberg in rund 1400 Meter Höhe bekam Ittenbach zu U19-Altersklassenkonkurrent Benjamin  Cloudt.

Auf den folgenden 15 Kilometern konnte der Schwalbe-Fahrer den Mountainbiker aus dem Schwarzwald um einige Hundert Meter distanzieren. Doch kurz vor dem Ziel passierte ihm ein Malheur: „Ich habe einen kleinen Stein übersehen, was leider einen Platten am Hinterrad zur Folge hatte“, erzählt Ittenbach. Die letzten zehn Kilometer mit platten Antriebsreifen fahrend  konnte er Cloudt im Schlusssprint trotzdem niederringen.

 Mountainbiker Lukas Ittenbach vom RV Schwalbe Trier (hier beim Rennen in Laufeld) sammelte nach seinem Sieg beim Erbeskopf-MTB-Marathon auf der Kurzdistanz beim Montafon-Mountainbikerennen Erfahrungen im Hochgebirge.
Mountainbiker Lukas Ittenbach vom RV Schwalbe Trier (hier beim Rennen in Laufeld) sammelte nach seinem Sieg beim Erbeskopf-MTB-Marathon auf der Kurzdistanz beim Montafon-Mountainbikerennen Erfahrungen im Hochgebirge. Foto: Holger Teusch

Das Alpenrennen war eine neue Erfahrung für Ittenbach nach einer bisher schon erfolgreichen Saison. Anfang März belegte er bei den Deutschen Crossduathlon-Meisterschaften in Trier den Bronzeplatz in der Altersklasse der unter 20-Jährigen. Beim Erbeskopf-Mountainbike-Marathon Anfang zwei Wochen vor dem Montafon-Abenteuer stand Ittenbach als Gesamtsieger über 39 Kilometer auf dem höchsten Podest.