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Erst tröpfelnd, dann mitreißend

Erst tröpfelnd, dann mitreißend

Kreisliga B II: Der SV Waxweiler hat in Speicher Anlaufschwierigkeiten, kommt aber trotzdem zu einem Remis.

Speicher Auch beim Spitzenreiter SV Speicher wartete Aufsteiger SV Eifelland Waxweiler mit einem guten Ergebnis auf - und holte mit dem 2:2 bereits den elften Punkt im sechsten Spiel.
Das Match begann so tröpfelnd wie der Regen - mit beidem schienen die Hausherren aber weniger Probleme als die Gäste zu haben: Kurz nach Anpfiff ging Speicher nach einer eher harmlosen Situation im Strafraum durch Waldemar Pertsch in Führung (5. Minute).
Speicher kontrollierte das Spiel fast während der gesamten ersten Halbzeit, ohne dabei groß zu glänzen. Die Mannschaft machte allerdings immer den Eindruck, die Kontrolle zu besitzen - anscheinend immer wissend, was gerade zu tun ist. Vielleicht ist dies einer der Gründe, weshalb das Team von Trainer Martin Wagener gerade den ersten Tabellenplatz einnimmt.
Waxweiler fand dennoch statt, vor allem durch die Brüder Dennis und Boris Niesen. Sie verbreiteten über die linke Seite zwar nicht Angst und Schrecken, waren aber dennoch durchaus präsent und beschäftigten die Speicherer Abwehr. Trotzdem erzielte der Spitzenreiter in der 38. Minute durch Daniel Frank das 2:0. Gefühlt war das Spiel damit entschieden.
Nach der Pause erzielte der bis dahin nicht in Erscheinung getretene Mohammad Najafi mit einem schönen Kopfball aus dem Nichts das 2:1-Anschlusstor (57.).
Von da an wurde es ein anderes Match. Plötzlich presste der Aufsteiger viel mehr, setzte Speicher unter Druck und wollte mit aller Gewalt den Ausgleich, der auch bereits fünf Minuten später durch den nun überall präsenten Najafi fiel.
Offensichtlich überrascht von dem plötzlichen Gegenwind, brauchte der SVS ein paar Minuten, um sich wieder zu fangen. Damit war es ein völlig offenes Spiel, welches hin- und herwogte, hüben geradezu mitreißend war und drüben spannende Strafraumszenen produzierte. Beide Mannschaften spielten nun mit offenem Visier. Trotz einiger spannender Standardsituationen auf beiden Seiten blieb es beim gerechten Unentschieden, weil sich beide Teams zum Schluss neutralisierten.
Dementsprechend war auch die Gefühlslage der beiden Trainer. Heimcoach Martin Wagner analysierte: "Das war unser schlechtestes Spiel dieser Saison. In der ersten Halbzeit haben wir noch das gespielt, was wir können. Dann aber haben wir fast das Spielen eingestellt. Wir wussten natürlich, dass Waxweiler stark ist - insbesondere im Sturm. Dennoch hätten wir uns das Spiel nicht so aus der Hand nehmen lassen dürfen. Aufgrund der zweiten Halbzeit ist das Unentschieden natürlich verdient.
Sein Pendant, Waxweiler-Trainer Lothar Lamberty, sagte zu dem Remis : "Wir haben die erste Viertelstunde völlig verpennt, waren noch gar nicht richtig auf dem Platz. In der Halbzeit haben wir uns noch mal zusammengesetzt und waren der festen Überzeugung hier noch was reißen zu können. Das ist uns dann ja auch noch gelungen." Einen seiner Schützlinge lobte er noch besonders: "Ich möchte herausheben, dass unser Torwart Jona Proll schon die gesamte Saison über wirklich klasse spielt."