Ex-Trierer schwanken zwischen Lust und Frust

Ex-Trierer schwanken zwischen Lust und Frust

Mit starken Aufsteigern, deutlichen Auswärtssiegen und auffälligen Ex-Trierern ist die 3. Liga in die Saison gestartet. Die Spiele in Duisburg und Magdeburg schauten fast 17 000 Fans.

Halle/Kiel. Einer jubelt, einem versagen die Nerven. Zwei Ex-Fußballer von Eintracht Trier fielen zum Saisonstart der 3. Liga mit ganz unterschiedlichen Leistungen auf. Während Steven Lewerenz einen Elfmeter verschoss und so den Siegtreffer für Holstein Kiel beim 1:1 gegen den FSV Frankfurt verpasste, präsentierte sich Benjamin Pintol sicherer im Abschluss. Der Offensivspieler, der in der Rückrunde der Saison 2012/13 für Trier spielte, traf für den Halleschen FC bereits nach drei Minuten zur Führung bei Rot-Weiß Erfurt. Am Ende siegte Halle mit 3:0. Die Erfurter, die als einzige Mannschaft seit Gründung der 3. Liga in der Klasse spielen, hatten keine ernsthafte Torchance.
Halle übernahm die Tabellenführung mit dem Sieg nicht alleine. Am Sonntag schlossen Fortuna Köln und die Sportfreunde Lotte zum Tabellenführer Hallescher FC auf. Köln kam zu einem unerwarteten 3:0 (1:0)-Sieg beim Vorjahresvierten 1. FC Magdeburg. Hamdi Dahmani (31.), Bone Uaferro (47.) und Cauly Oliveira Souza (65.) schossen vor der Spieltages-Rekordkulisse von 17 796 Zuschauern die Tore. Aufsteiger Lotte siegte dank der Treffer von Bernd Rosinger (23.), Andre Dej (71.) und Gerrit Nauber (87.) ebenfalls mit 3:0 (1:0) beim SV Werder Bremen II. Lotte unterstrich dabei auch die Stärke der Aufsteiger.
Einen optimalen Start legte auch Jahn Regensburg mit einem 2:0-Heimsieg gegen Hansa Rostock hin. Andreas Geipl brachte Regensburg in der 52. Minute durch einen Strafstoß in Führung, Kolja Pusch legte nach. Trainer Heiko Herrlich fand denoch einen Grund zum Grummeln. "Ohne den Elfmeter wäre es wohl beim 0:0 geblieben", sagte er. Beim Aufsteiger war bis November vergangenen Jahres noch Christian Brand als Trainer tätig — der 44-Jährige erlebte nun als Rostock-Coach ein unschönes Wiedersehen mit seinem früheren Club. Der FSV Zwickau, Aufsteiger aus der Regionalliga Nordost, verpasste hingegen trotz 2:0-Führung einen Sieg. In ihrem ersten Drittligaspiel holten die Sachsen mit dem 2:2 beim FSV Mainz 05 II immerhin einen Punkt.
Die erste Hürde auf dem Weg zur sofortigen Rückkehr in die 2. Bundesliga hatte bereits am Freitagabend im Eröffnungsspiel der Liga der MSV Duisburg mit einem 1:0 (0:0) über den SC Paderborn genommen. Im Duell zweier Absteiger erzielte Mittelfeldspieler Zlatko Janjic in der 56. Minute das Siegtor für das Team von Trainer Ilia Gruev. "Das war ein sehr guter Start für uns. Wir haben eine tolle Einstellung an den Tag gelegt und dominant und mit viel Ballbesitz gespielt", lobte er seine Elf. dpa/flor