Fliegende Pferde im Dressurviereck

Fliegende Pferde im Dressurviereck

Hochklassige Dressurreitkunst haben die mehr als Tausend Besucher beim Turnier "Horses & Arts" auf dem Sirzenicher Hof bei Trierweiler erlebt. Die Prüfungen von der Einsteigerklasse bis zur Grand-Prix-Kür waren so gefragt wie nie.

Trierweiler-Sirzenich. Salesman schwebt über den Sand; federnd sein Trab. 7,5 Punkte vergeben die Richter für das Nachwuchspferd von Antje Häschke, Pächterin des Sirzenicher Hofs bei Trierweiler, beim siebten Dressurturnier. Die Zuschauer - insgesamt sind es gut 1200 an drei Tagen - applaudieren. Für seinen Schritt erhält Salesman eine 6,0, da er "im Raumgriff noch begrenzt" sei, sprich, er schreitet nicht voll aus. Insgesamt werden es 7,0 Punkte, ein Ergebnis, mit dem Häschke nicht ganz zufrieden ist. Zu wenig ausbalanciert ist der Fünfjährige.

Besser schneidet ihr Moviestar bei den Sechsjährigen ab. Doch auch er verpasst mit 7,6 Punkten die Qualifikation zum Bundeschampionat der Nachwuchspferde, die bei 8,0 Punkten liegt. Bewertet werden dabei Gangarten, Rittigkeit und Gesamteindruck. Qualifiziert hat sich bei den Fünfjährigen der bereits gesetzte Sacre Coeur (Reiter Sascha Schulz, Luxemburg), der ausdrucksstarke Gänge zeigt. Bei den Sechsjährigen erzielt Sanubi (Christine Nolden, Goch) 8,10 Punkte.

Rund 550 Mal gehen die Reiter in 21 Dressurprüfungen ins Viereck, mehr als doppelt so viele Starts wie im Vorjahr. Besonders die "kleinen" Prüfungen der Klasse E bis A mit überwiegend regionalen Startern sind sehr gut besucht. Interessant gerade für die Amateure ist, dass die Richter über die Qualifikation auf Grand-Prix-Niveau verfügen; so erhalten auch sie professionelle Noten. Zudem erleben sie im Reitstadion die Profis. Insgesamt acht Prüfungen in der Klasse S stehen an, drei davon gar mit drei Sternen - die "Große Tour". Sie gewinnt mit der Grand-Prix-Kür Dirk Linden (Niederkrüchten) auf Askaban. Für seinen zehnten Sieg in dieser Klasse erhält Linden zugleich das goldene Reitabzeichen. Bester Reiter aus regionaler Sicht: Willi Feltes, Schweich, der auf Gegenwind die Dressurprüfung Klasse S* gewinnt und in der Prix St.-Georges-Kür Sechster wird, vor Antje Häschke.

Ergebnisse: 2. Dressurwettbewerb Kl.E: 1. Greta Jehle (RFG) 8.80, 2. Janina Heinen (ZRFV Bitburg) 8.20, 3. Mara Klaus (Neweler Mühle) 7.80; 3. DressurWB Kl.E: 1. Jennifer Dollwett (RVSH) 7.30, 3. Mara Klaus 6.80; 4.1 Dressurreiterprüfung Kl.A: 1. Anne-Caroline Schmidt (Trak.IG Moselland) 8.50, 3. Helena Bicker (RFV Daun) 7.50; 4.2: 1. Lea Mertens (Societe Hippique Rurale) 8.30, 2. Sarah Scharp (RVSH) 7.60, 3. Julia Schmidt (Neweler Mühle) 7.40; 5. Dressurreiterpr. Kl.A: 1. Anne-Caroline Schmidt 7.70, 2. Helena Bicker 7.40, 3. Birgit Scharp (RVSH) 7.10; 6. Dressurreiterpr. Kl.L: 1. Larissa Lemmermeyer (RVS) 8.20, 3. Indra Vivien Mathiak (PSG Trier-Pellingen) 7.40; 13.1 Dressurpr. Kl.M**: 1. Christian Ritter (Kaiserslautern) 698.00; 13.2: 1. Max Wadenspanner (RFV) 689.00; 15. Dressurpr. Kl.S*: 1. Willi Feltes (RVS) 847.00; 16. Prix St.-Georges-Kür: 1. Alexandra Hidien (Cercle Equestre de Luxembourg) 44.15; 17. St. Georg Special: 1. Anna Zeppke (Altforweiler), Andrea Landy-Silling (Bonn) 806.00; 18. Intermediaire I: 1. Geertje Hesse (RFV) 219.20; 19. Dressurpr. Kl.S***: 1. Max Wadenspanner 819.00; 20. Kurz-Grand Prix: 1. Max Wadenspanner 832.00; 21. Grand Prix-Kür: 1. Dirk Linden (Niederkrüchten) 42.10.

Abkürzungen: RFV = RFV Hof Roáheide, RVS = RV Schweich, RVSH = RV Sirzenicher Hof