Florian Neuschwander vor der Marathon-Meisterschaft

Florian Neuschwander vor der Marathon-Meisterschaft

Ungewohnt leise Töne stimmt Florian Neuschwander vor den Deutschen Marathon-Meisterschaften am Sonntag in Hamburg (8.45 bis 13 Uhr, NDR) an. Der Top-Läufer vom Postsportverein Trier (PST) trifft unter anderem auf seinen ehemaligen Vereinskameraden Dennis Pyka. Der 39-Jährige ist Titelverteidiger.

Trier/Hamburg. "2:23 Stunden können viele laufen", sagt Florian Neuschwander. Nachdenklich statt provokant äußert sich der Paradiesvogel unter den Spitzenläufern der Region. Man merkt Neuschwander an: Am Sonntag um 9 Uhr wird es ernst. Die Deutsche Meisterschaft, die im Rahmen des mit mehr als 16 000 Startern besetzten Hamburg-Marathons ausgetragen wird, ist kein Spaßlauf. Die 42,195 Kilometer werden nicht nur hart, weil es ausschließlich über Asphalt geht.
Als Titelfavorit wird der mit einer Bestzeit von 2:15:38 Stunden notierte Stefan Koch (Braunschweig) gehandelt. Um die Medaillen mitlaufen will auch Dennis Pyka (Regensburg/Bestzeit: 2:19:14 Stunden). Der 39-Jährige, der in den 1990er Jahren in Trier studierte und für TVG und PST Trier sowie LG Bernkastel-Wittlich startete, gewann vor einem Jahr in Mainz den Titel.
Florian Neuschwander hat primär ein anderes Ziel: Seine drei Jahre alte Bestzeit von 2:23:08 Stunden verbessern. "Ich hoffe, es klappt alles. Ich fühle mich heute, als könnte ich gar nicht laufen", sagte der Verkäufer in einem Trierer Sporthaus drei Tage vor dem Rennen. Von einem Angriff auf die 2:20-Stunden-Schallmauer spricht Neuschwander erst gar nicht. Außer Neuschwander startet der ehemalige Marathon-Jahresbeste im Leichtathletik-Verband Rheinland, Dennis Oelert von der LG Vulkaneifel (Bestzeit: 2:31:02). Mit Neuschwander, Michael Schieffer, Oskar Braumann und Thomas Udelhoven hat der PST außerdem ein Team gemeldet. Aussichtsreichste Frau aus der Region ist Yvonne Jungblut von Spiridon Hochwald. Weitere DM-Starter sind Alexander Körin (LT Schweich) und Stefan Schmitt (LG Bernkastel-Wittlich). teu