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Damals, als noch die Regel "Drei Ecken ein Elfer" galt, sagte man schon: "Wer 1:0 führt, der stets verliert." Am zweiten Spieltag der noch jungen Bundesligasaison könnte das Motto zumindest heißen "Wer 1:0 führt, gewinnt nicht.

" Am bittersten war diese Erkenntnis für die wackeren Hoffenheimer. Da erzielt Jungstar Kevin Volland nach neun Sekunden das schnellste Tor der Bundesligageschichte, und die Kraichgauer haben die Bayern 40 Minuten im Griff. Und kurz vor Abpfiff drehen die Dusel-Münchner in Unterzahl das Ergebnis noch. Ein ähnliches Lied können die Kölner singen: Die wenig Champions-League-taugliche Millionentruppe aus Wolfsburg um den erneut völlig glanzlosen Kevin de Bruyne taumelt am Rhein, wo schon "Spitzenreiter, Spitzenreiter" gesungen wurde, schafft aber kurz vor Ultimo auch noch das 1:1. Die Frankfurter stehen fast 90 Minuten neben sich, doch auch die schwachen Augsburger Euro-Fighter bekommen nur wenig zustande, und wieder fällt das 1:1 durch Russ kurz vor Schluss. Genau andersherum ergeht es den hessischen Nachbarn aus Darmstadt: Lange Zeit verteidigt der Aufsteiger mit rustikalen und äußerst destruktiven Methoden seine 1:0-Führung bei den ideenlosen Schalkern, ehe Julian Draxler zumindest noch das Remis rettet. Auch Hertha (gegen Bremen) und Stuttgart (in Hamburg) führten 1:0, gewannen aber nicht Gegen die 1:0-Regel verstieß nur Leverkusen, das sich bei den erschreckend schwachen Hannoveranern allerdings auch nicht groß mühen musste.

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