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Fünf Ringe: Sie verdienen den höchsten Respekt

Fünf Ringe: Sie verdienen den höchsten Respekt

Sie geht wieder viel zu schnell vorbei, die Wahnsinns-Show Olympia mit ihren Emotionen, Tränen, Triumphen und Höchstleistungen. London hat all das geboten und den unschlagbaren Unterhaltungswert des größten und wichtigsten Sportwettbewerbs der Welt ein weiteres Mal bestätigt.

Der Zuschauer nimmt so viel wie möglich begeistert auf. Im rasend schnellen Wechsel der Bilder übersieht er dabei schnell, dass Olympia für die Sportler vor allem zwei Dinge bedeutet: ein unglaublicher Druck und eine mörderische Schinderei, die manchmal, aber wahrhaftig nicht immer belohnt werden.

Die Tapferen im Ruder-Achter wurden mit Gold belohnt, haben sich dafür aber über die Grenzen des Menschenmöglichen hinaus gequält, bis Schmerzen und Erschöpfung zu Säulen ihres Lebens wurden. Siebenkämpferin Lilli Schwarzkopf stand nach dem Wettkampf ihres Lebens am Rande des Wahnsinns, als sie völlig ungerechtfertigt disqualifiziert wurde und wie eine Löwin um ihre Silbermedaille kämpfen musste. Gewichtheber Matthias Steiner, Goldmedaillengewinner in Peking 2008, erlitt einen furchtbaren Unfall, als seine 196 Kilo schwere Hantel ihn im Genick traf.

Der die Spiele genießende Zuschauer sieht nicht die jahrelange Vorbereitung, die Quälerei, den enormen Konkurrenzdruck, die körperliche und mentale Dauerbelastung. Er sieht nur das Ergebnis, ob gut oder schlecht. Alle Olympioniken, die sich qualifiziert haben und angetreten sind, verdienen unabhängig von Sieg oder Niederlage den höchsten Respekt.