Für einen schwungvollen Start ins neue Jahr

Für einen schwungvollen Start ins neue Jahr

Wird in der Silvesternacht zu lange gefeiert und zu viel Alkohol getrunken, ist für viele der Neujahrsmorgen weniger angenehm. Doch das muss nicht sein. Experten geben Tipps für einen guten Start ins neue Jahr.

Bonn. Einer rauschenden Silvesternacht folgt am Neujahrsmorgen oft ein dumpfer Kater. "Brummschädel, rebellischer Magen und bleierner Körper - das sind die typischen Symptome nach zu großem Alkoholgenuss", sagt Diplom-Ökotrophologin Isabelle Keller von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. "Es muss aber nicht so kommen." Wer einige Ratschläge beherzige, könne dem Katzenjammer am Neujahrstag durchaus entgehen.
So sei ein fett- und kalorienreiches Essen wie Lasagne, Thunfisch in Öl, Nudelsalat oder eine Eierspeise vor der großen Sause eine gute Grundlage, denn es halte den Magen beschäftigt und sorge dafür, dass der Alkohol vom Körper langsamer aufgenommen wird. Gerade warme, zuckerhaltige Wintergetränke wie Grog oder Glühwein gehen ansonsten schnell ins Blut über, ebenso kohlensäurehaltige Getränke wie Sekt, denn das Gas bewirkt eine stärkere Durchblutung der Magenschleimhaut. Deshalb sollte ruhig auch zwischendurch etwas Fettreiches wie Nüsse, Käsehappen oder Oliven gegessen werden, rät die Ernährungswissenschaftlerin. "Das verlangsamt die Alkoholaufnahme und liefert wichtige Mineralstoffe."
Während der Party gilt: Möglichst wenig alkoholhaltige Getränke durcheinandertrinken, sondern bei einer Sorte bleiben - zumindest für zwei, drei Stunden. "Um 18 Uhr ein Bier, um 22 Uhr einen Rotwein und um 24 Uhr ein Glas Sekt, das kann man mal machen", meint Keller. Werden die drei Getränke innerhalb einer Stunde getrunken, ist ein Kater wahrscheinlicher. Auf jedes Glas Alkohol sollte zudem mindestens ein Glas Wasser, Saft oder Saftschorle folgen. "Das reduziert den Appetit auf Alkohol, vor allem aber gleicht es den Flüssigkeitsverlust des Körpers aus." Denn die Abbauprodukte des Alkohols entziehen ihm Wasser. "Das beeinflusst die Blutgefäße im Gehirn, kann die Hirnhaut reizen und am Tag danach zu Kopfschmerzen führen", erklärt Ernährungswissenschaftlerin Keller. Auch vor dem Zubettgehen lautet deshalb die Devise: Möglichst viel alkoholfreie Getränke trinken. Schlafen sollte man möglichst in einem kühlen Raum mit viel Sauerstoff - am besten bei offenem Fenster. Ein Spaziergang an der frischen Luft am nächsten Morgen helfe, den Körper wieder flott zu machen.
Neben frischer Luft seien am Morgen danach reichlich Mineralwasser oder Fruchtsaftschorlen besonders empfehlenswert, da sie helfen, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Auch dem Appetit auf sauer eingelegte Lebensmittel wie Rollmöpse, Bratheringe oder saure Gurken sollte man nachgeben. Das darin enthaltene Salz trage dazu bei, den Mineralhaushalt wieder in Ordnung zu bringen. Ein herzhaft belegtes Vollkornbrot könne auch helfen. red

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