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Gekämpft und gewonnen: Jens Roth macht Triple perfekt

Zittau. Der Trierer gewinnt zum dritten Mal in Folge die Cross-Triathlon-DM und rückt in der Xterra-Europaserie auf den achten Platz vor. Holger Teusch

Zittau Geschenkt wird einem nichts! Das weiß Jens Roth aus - zum Teil bitterer - Erfahrung nur zu gut. Aber wer etwas riskiert und kämpft, kann auch gewinnen. Und das ist dem 29-Jährigen von Tri Post Trier am Samstag bei den deutschen Cross-Triathlon-Meisterschaften im Rahmen des international besetzten Xterra-Wettkampfs in Zittau gelungen.
"Ich habe gepusht ohne Ende, um den Sack schon auf dem Rad zuzumachen", erzählt Roth, wie er die Konkurrenz mit einem hohen Anfangstempo direkt schockte. Wie gewohnt als Schnellster kam der aus Monzelfeld (Kreis Bernkastel-Wittlich) stammende Ausdauersportler nach 1,5 Kilometer Schwimmen nach 17:48 Minuten sechs Sekunden vor dem Neuseeländer Sam Osborne aus dem Olbersdorfer See. Als einzige der nationalen Konkurrenz hatten Hannes Wolpert (17:57) und Christian Otto (17:50) Sichtkontakt zu Roth, den sie auf der 36 Kilometer langen Mountainbikestrecke schnell verloren. Mit einer kleinen Gruppe setzte sich Roth ab. "Die Gruppe war der Schlüssel zum Titelhattrick", sagt Roth. Extrem riskant sei er gefahren, um den Anschluss zu halten, kam aber sturz- und pannenfrei über die anspruchsvolle Mountainbike-Strecke.
An der Spitze des Führungsquintetts kam Roth zum Wechsel auf die Laufstrecke. "Unglaublich, wie die Leute ausgerastet sind, als ein Deutscher als Erster in die Wechselzone kam. Vielleicht bin ich daher zu schnell losgelaufen", sagt Roth. Jedenfalls habe er auf der zweiten Hälfte des knapp zehn Kilometer langen Crosslaufs (für die er 42:13 Minuten benötigte) ganz schön kämpfen müssen. Osborne sicherte sich wie schon beim Xterra Polen eine Woche zuvor den Sieg (Gesamtzeit: 2:36:58 Stunden). Roth (2:42:57 Stunden) belegte den fünften Platz. Damit schiebt sich der Trierer auf den achten Platz der Xterra-Europaserie. "Das W ichtigste war aber: Zum dritten Mal in Folge deutscher Meister!", betont Roth. Sein Vereinskamerad Peter Schermann wurde bei den 25- bis 29-Jährigen (Altersklasse M25) in 3:15:51 Stunden Siebter.
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