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Gekommen, um nicht zu bleiben

Bastian Hennen, Spielertrainer der SG Longuich. Foto: Verein/Fupa
Bastian Hennen, Spielertrainer der SG Longuich. Foto: Verein/Fupa FOTO: (g_sport
Longuich/Riol/Fell. C-Liga Mosel/Hochwald: Die SG Longuich ist klar auf Kurs Wiederaufstieg.

Longuich/Riol/Fell (L.S.) Elf Siege und ein Remis: Die SG Longuich/Riol/Fell nimmt unvermindert Kurs auf die Kreisliga B. Nach dem Abstieg hat Spielertrainer Bastian Hennen die Mannschaft nicht nur aus der Lethargie geholt, sondern auch weiterentwickelt.
Ausgerechnet beim 1:1 in Pluwig und damit bei einer Mannschaft aus der unteren Tabellenhälfte kassierte das Team das erste Remis in dieser Saison. Dass es an einem trüben Mittwochabend Ende Oktober nicht bereits zum zehnten Saisonsieg reichte, störte Spielertrainer Bastian Hennen nicht. "Wir mussten mit diesem Punkt noch sehr zufrieden sein, denn Pluwig II hat nach dem 1:0 weiter gut verteidigt und uns fiel nicht sonderlich viel ein. Wenn man dann mit der letzten Aktion noch einen berechtigten Elfmeter kriegt, ist man froh, wenn noch ein Punkt herausspringt." Nach diesem kleinen Ausrutscher kamen die Vereinigten aus Longuich, Fell und Riol schnell wieder in die Spur und ließen mit einem 3:0-Auswärtssieg beim TuS Issel gegen einen vermeintlichen Titelmitfavoriten einen starken Auftritt folgen. Zwölf Partien, elf Siege und 53:4 Tore sprechen eine deutliche Sprache. "Natürlich können wir damit zufrieden sein. Unser Ziel ist und bleibt es, auf direktem Wege aufzusteigen. Doch sechs Punkte Vorsprung sind auch nicht die Welt. Drei Mannschaften wollen auch raus aus dieser Liga." So hat Hennen ein simples Credo: "Wir wollen weiter dreifach punkten und die Konzentration hochhalten. Wir wollen auch mit sechs Punkten Vorsprung in die Winterpause."
Die SGL ist durchgängig gut besetzt, der Offensivdrang wird mit den 53 erzielten Toren sehr deutlich, doch für Hennen sei es auch wichtig, dass "die Spieler nicht vergessen, auch nach hinten zu arbeiten. Es ist stets schwierig, über 90 Minuten konzentriert zu bleiben, wenn viele Partien schon frühzeitig entschieden sind." Unumstrittener Führungsspieler - neben Hennen - ist Kapitän Louis Welter. Er gibt auf der Sechs den Takt vor, dirigiert seine Mitspieler und tritt aufgrund seiner Vergangenheit als Stürmer noch immer torgefährlich in Erscheinung. "Die Jungs sind gewillt, das auf einer Angriffsspitze ausgerichtete System umzusetzen. Es geht darum, schnell in beide Richtungen umzuschalten", so der Coach. Auf die Frage, ob sein Team schon B-Ligatauglich sei, antwortet der frühere Rheinlandligaakteur: "Das kann man schon behaupten, weil wir mit diesem Kader schon eine bärenstarke Rückrunde in der B-Klasse gespielt haben. Doch wir brauchen noch mehr Breite im Kader und punktuelle Verstärkungen." Nach dem Ausscheiden im Pokal gegen den SV Sirzenich (1:4) kann sich die SGL auf die Meisterschaft konzentrieren. Und da heißt es: Punkten, was das Zeug hält.