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Gilzem peilt Aufstieg in die Bundesliga an

Gilzem peilt Aufstieg in die Bundesliga an

Kegel-Bundesligist KSV Riol wahrt in der Meisterrunde auf eigenen Bahnen die Chancen auf einen Podiumsplatz. Für die Rioler könnte in der nächsten Saison zudem ein reizvolles Derby auf dem Spielplan stehen.

Gilzem/Riol. Hat die Region Trier bald einen neuen Erstligisten? Die Sportkegler von Eifelland Gilzem haben zumindest aktuell beste Aussichten, in die eingleisige Bundesliga (Scherebahnen) aufzusteigen. Dort spielt bereits seit Jahren erfolgreich der KSV Riol, der am Wochenende zum Auftakt der Meisterrunde auf eigenen Bahnen den Serienmeister Oberthal hinter sich ließ.
Gilzem hat sich am ersten von vier Spieltagen in der Zweitliga-Aufstiegsrunde eine glänzende Ausgangsbasis geschaffen. Die Mannschaft um Teamchef Klaus Dichter ließ auf den Bahnen in Rösrath überraschend die Konkurrenz hinter sich. Neben Oberthal 2 (nicht aufstiegsberechtigt) und dem schon abgeschlagenen KSC Landsweiler blieben die Eifeler auch knapp vor Gastgeber Rösrath. Dafür gibt's vier Punkte als Tagesbester, dazu kommt die Vorgabe von drei Punkten als Tabellenzweiter hinter Oberthal nach der Hauptrunde.
"Das war eine tolle Teamleistung. Unsere Chancen stehen jetzt richtig gut", sagt Dichter, der hofft, am 16. April auf eigenen Bahnen den größten Erfolg der Clubgeschichte wiederholen zu können: 1999 waren die Südeifeler schon einmal in die erste Liga aufgestiegen. Sie hielten sich damals aber nur ein Jahr. Zuvor müssen die Gilzemer noch bei der 2. und 3. Runde in Landsweiler (9. April) und Oberthal (10. April) antreten.
Gilzem gelang der perfekte Auftakt auch ohne Stammspieler Pascal Petry, der am Knie operiert wurde und erst in der nächsten Saison wieder zur Verfügung stehen wird. Mann des Tages auf den Rösrather Bahnen war der Gilzemer Fränk Greischer, Tagesbester mit 908 Punkten.
Eine noch engere Kiste gab es zum Auftakt der Bundesliga-Meisterrunde in Riol: Die Gastgeber, die als Tabellenvierter in die Runde gegangen waren, verpassten zwar knapp den Tagessieg - der ging mit 21 Holz Vorsprung an Holten-Duisburg, die nun ein ganz heißer Titelanwärter sind. Die Rioler behaupteten sich aber nicht nur - ganz locker - gegen Heiligenhaus, sondern auch gegen den Serienmeister und alten Rivalen KF Oberthal.
Drei Punkte lagen am Ende zwischen Riol und den Saarländern. Dafür sorgte eine ausgeglichene Teamleistung - und eine ganz starke Leistung vom Teamkapitän Kai Knobel (920 Punkte). AF