Gladiators: Neuzugang Geist trumpft am ersten Turniertag auf Gladiators: Neuzugang Geist trumpft am ersten Turniertag auf

Basketball : Gladiators: Neuzugang Geist trumpft am ersten Turniertag auf

Beim Turnier um den SWT-Cup steuert der einzige Neue 28 Punkte gegen Bayreuth bei. Von einer Überraschung gegen den Erstligisten sind die Trierer trotzdem weit entfernt.

Genauso wie seine neuen Mannschaftskameraden brauchte er ein Viertel Anlaufzeit, um dann zu zeigen, was in ihm steckt: Jordan Geist drehte am ersten Turniertag im Dress des Basketball-Zweitligisten Gladiators Trier schon ordentlich auf und erzielte gleich 28 Punkte gegen den Bundesligisten Medi Bayreuth. Die starke Ausbeute reichte allerdings nicht, um am Sonntag im Finale zu stehen: Nach dem 68:90 (9:32/22:21/19:28/18:9) gegen die Oberfranken tritt das Team von Trainer Christian Held am heutigen Sonntag, ab 14.30 Uhr, im Spiel um Platz drei des Turniers um den SWT-Cup in der Arena gegen die BG Göttingen an und hat es knapp zwei Wochen vor dem Start in der Pro A damit erneut mit einem Erstligisten zu tun. Das Endspiel bestreiten ab 17 Uhr Bayreuth und Belfius Mons-Hainaut. Der belgische Topclub hatte sich im ersten Turnierspiel am Samstag mit 89:79 gegen Göttingen durchgesetzt.

Gerade Andreas Seiferth würde an einer seiner früheren Wirkungsstätten allzu gerne noch mal auf dem Spielfeld eingreifen: Der einstige Spieler der damaligen TBB Trier (2011 bis `14) ist aber noch wochenlang wegen einer Schulterverletzung außer Gefecht gesetzt. „Es wäre schon cool gewesen, nach dem Allstarday im März hier wieder auf dem Platz stehen zu können“, schaute Seifert etwas wehmütig zu. Der Auftritt der Gladiators machte ihm und den 530 Zuschauern aber durchaus Spaß: „Trier kam zwar nicht gut rein, hat dann versucht aggressiv dagegenzuhalten. Zwischendurch wurde es ziemlich physisch.“

Auch Gladiators-Trainer Christian Held, der zwar weiter auf den am Fuß verletzten Stefan Ilzhöfer, aber auf den wiedergenesenen Simon Schmitz zurückgreifen konnte, sieht sein Team gegen Ende der Vorbereitung auf einem vielversprechenden Weg: „Wir versuchen einiges zur neuen Saison zu ändern. Wir sind dabei auf einem guten Weg. Definitiv.“ Held war nur mit dem ersten Viertel gegen Bayreuth nicht einverstanden: „Da haben wir einfach zuviel Respekt gezeigt.“ Einer, der im gesamten Spiel nach seiner Form suchte, war Routinier Jermaine Bucknor, dem kein einziger Punkt gelang. Früh raus musste derweil Kevin Smit, der nach einem Zweikampf am Hals blutete. Jordan Geist, der einzige Trierer Neuzugang, könnte unterdessen wesentlich zur Belebung beitragen. Für Gladiators-Geschäftsführer Achim Schmitz überzeugte der 22-jährige, zuvor an der University of Missouri in den USA aktive Guard, bereits am Samstag. „Er bringt Tempo und Zug zum Korb mit“, hat Manager André Ewertz beobachtet. Geist sieht sich bei den Gladiators gut aufgenommen und war nach dem Bayreuth-Spiel zufrieden: „Das war okay. Wir alle müssen uns aber noch weiter steigern.“ Auch Headcoach Held zeigte sich angetan von der Vorstellung Geists, weiß aber, wo er sich auch noch steigern sollte: „Bei sieben Versuchen hat er keinen einzigen Dreier erzielt.“

Nur 530 Zuschauer am ersten Tag waren nicht das, was sie sich bei den Gladiators vorgestellt hatten. „Wir gingen schon davon aus, uns an der 1000er Grenze zu bewegen“, sagte Manager Ewertz. „Mehr Basketball geht doch fast nicht“, zeigte sich auch Geschäftsführer Schmitz ob des attraktiven Teilnehmerfeldes enttäuscht von der Resonanz. Das Interesse an den Pro-A-Heimspielen scheint aber wieder da zu sein: Laut Ewertz sind bereits ähnlich wie zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr rund 1000 Dauerkarten abgesetzt worden. Zum Zweitligastart kommen die Karlsruhe Lions am Samstag, 21. September, in die Arena (Sprungball: 19.30 Uhr). Ihre Generalprobe bestreiten die Trierer am kommenden Wochenende beim Turnier im luxemburgischen Contern. Samstag, 20.15 Uhr, geht es dabei zunächst gegen die Gastgeber aus der ersten Liga des Großherzogtums. Außerdem sind die Niederländer von Den Helder und der neue Trierer Ligakonkurrent aus dem württembergischen Schwenningen im Einsatz. Die Platzierungsspiele finden am Sonntag um 14 Uhr und um 18 Uhr statt.