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Basketball
Gladiators Trier starten in die Playoffs: Zuversichtlich, auch wenn’s wehtut

Hat heute einen MRT-Termin: Gladiator Stefan Ilzhöfer (mit Ball) hat sich beim Spiel in Nürnberg an der Schulter verletzt.
Hat heute einen MRT-Termin: Gladiator Stefan Ilzhöfer (mit Ball) hat sich beim Spiel in Nürnberg an der Schulter verletzt. FOTO: Gladiators
Trier . Was die Gladiatoren über ihren Playoff-Viertelfinalgegner denken, und wieso Stefan Ilzhöfer heute zum Arzt muss. Von Marek Fritzen
Marek Fritzen

Auch wenn das Ende der Hauptrunde für Stefan Ilzhöfer doppelt schmerzhaft war – am Ostermontag ist der Gladiator schon wieder zuversichtlich, schaut erstmal nur nach vorne. Die Vorfreude auf die anstehende Playoff-Viertelfinal-Serie gegen Heidelberg (siehe Extra) stellt alles andere in den Schatten, auch die beiden unschönen Erlebnisse vom Samstagabend. Der 23-Jährige betont: „Ich denke, Heidelberg liegt uns ganz gut. Im Hauptrunden-Heimspiel haben wir sie besiegt und über weite Strecken auch dominiert.“ Im Rückspiel habe sein Team trotz 77:85-Niederlage gut mitgehalten, „und das, obwohl Jermaine Bucknor nicht dabei war“. Er sei davon überzeugt, dass Heidelberg in der Serie zu bezwingen ist.

An dieser Einschätzung, so betont Ilzhöfer, ändere auch die Niederlage vom Samstagabend in Nürnberg nichts. 75:81 (33:38) hieß es dort im letzten Hauptrundenspiel. Die Gladiatoren agierten phasenweise unkonzentriert, leisteten sich immer wieder einfache Fehler. Trainer Marco van den Berg wurde nach der Partie deutlich: „Das war keine Playoff-Form“, resümierte der Niederländer. Zwar habe sein Team sich immer wieder zurückgekämpft – zwischenzeitlich lag Trier klar hinten (38:50) – sich aber häufig durch Ballverluste und blöde Fouls selbst geschadet. „Wir hatten die Chancen, das Spiel zu drehen, aber wir haben sie nicht genutzt“, so der Coach.

In Hälfte zwei steigerten sich die Gladiatoren bei den Falcons zwar, gingen nach einem Dreier von Kevin Smit in den Schlussminuten sogar nach langem Rückstand mal wieder in Führung (68:67), leisteten sich aber weiterhin entscheidende Fehler im Spielaufbau.

Lichtblicke auf Gladiators-Seite waren Justin Alston mit 14 Punkten, zwei Assists und vier Rebounds sowie Kyle Dranginis mit 19 Punkten, einem Assist und drei Rebounds. Für Letztgenannten gibt’s nach dem Spiel ein Lob vom Coach: „Kyle hat es gut gemacht, Verantwortung übernommen. Das war stark.“

Geht’s nach Stefan Ilzhöfer, dann sollte diese Niederlage nicht überbewertet werden. „Klar, wir hätten natürlich gerne sowohl gegen Kirchheim als auch gegen Nürnberg gewonnen, allein schon, um den Heimvorteil noch zu erreichen. Aber es sollte halt nicht so sein.“

Weil sowohl Karlsruhe als auch Köln ihre Spiele am Samstagabend gewinnen konnten, wäre der Sprung auf Platz vier und das damit verbundene Heimrecht in den Playoffs  ohnehin nicht mehr drin gewesen.

Jetzt gelte es, so findet Ilzhöfer, sich an die erfolgreichen Wochen zuvor zu erinnern. und es in den Playoffs gegen Heidelberg besser zu machen. Ähnlich sieht es auch sein Trainer. Marco van den Berg sagt: „Heidelberg ist eine gute Mannschaft, sie haben eine tolle Saison gespielt. Aber wir wollen die Serie natürlich für uns entscheiden.“

Derweil hat Stefan Ilzhöfer heute noch einen Termin beim Arzt – die Folge eines äußerst schmerzhaften Erlebnisses vom Samstagabend. In den Schlusssekunden des Nürnberg-Spiels stürzte der frühere Bundesligaspieler und kugelte sich die Schulter aus, bekam sie im Anschluss in der Mannschaftskabine wieder eingerenkt. „Das war echt schmerzhaft. Danach bin ich zum Röntgen in ein Nürnberger Krankenhaus gebracht worden, und später mit dem Team zurück nach Trier gefahren“. Eine genaue Diagnose liege allerdings noch nicht vor. „Am Dienstag habe ich einen MRT-Termin, da werde ich mehr erfahren.“

Statistik aus dem Nürnberg-Spiel

Punkte Trier: Alston 14, Dranginis 19, Smit 8, Bucknor 4, Hennen 0, Schmikale 6, Schmitz 6, Grün 0, Ilzhöfer 5, Buntic 2, Nortmann 4, Shoutvin 7 – Viertelstände: 19:20/33:38/57:63/75:81

Die Playoff-Viertelfinal-Partien im Überblick

Heidelberg - Trier

Vechta - Hagen

Crailsheim - Hanau

Köln - Karlsruhe