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Gold im Visier

Oslo. Diese vier sollen es richten: Franziska Preuß, Franziska Hildebrand, Maren Hammerschmidt und Laura Dahlmeier als Schlussläuferin sollen heute den deutschen Biathletinnen wie im Vorjahr Staffel-Gold bescheren. Die Chancen stehen gut, eine Medaille ist allemal drin.

Oslo. Einen Tag nach ihrem dritten Medaillen-Coup entspannte Deutschlands Biathlon-Star Laura Dahlmeier mit ihren Eltern beim Langlaufen. Am Freitag will die Verfolgungs-Weltmeisterin dann als Schlussläuferin die deutsche Staffel bei der WM in Oslo zur Titelverteidigung führen. Bundestrainer Gerald Hönig nominierte am Donnerstag Franziska Preuß, Franziska Hildebrand, Maren Hammerschmidt und Laura Dahlmeier. "Wenn wir alle gute Leistungen abrufen können, ist wieder mit uns zu rechnen. Auch wenn es uns die Konkurrenz nicht ganz leicht machen wird", sagte Dahlmeier, die bisher Gold in der Verfolgung sowie Bronze in Sprint und im Einzel gewonnen hat. Im Teamwettbewerb am Freitag (15.30/ZDF und Eurosport) fehlt Weltmeisterin Vanessa Hinz, die den Kampf um den vierten Startplatz gegen WM-Debütantin Hammerschmidt verlor. Hinz hatte in ihren drei Einzeleinsätzen enttäuscht. Miriam Gössner, die nicht für die Einzelrennen eingesetzt worden war, hatte vorher schon aufgrund ihrer schlechten Schießleistungen ihren Staffelverzicht erklärt. "Maren ist sowohl physisch als auch mental frischer als Vanessa. Sie hat sich den Einsatz verdient", sagte Damen-Bundestrainer Gerald Hönig. Auch in der Startaufstellung gab es einen Wechsel zwischen der etatmäßigen Startläuferin Hildebrand und Preuß. "Wir glauben, dass sie an Position eins als sehr gute und schnelle Schützin gut aufgehoben ist", begründete Hönig. Zudem sei das Tempo am Anfang nicht so hoch und komme Preuß entgegen. Wenn alles nach Plan laufe und die drei Ersten ihr Soll abliefern, sei gegen Dahlmeier kein Kraut gewachsen. "Ich denke, auf der Schlussrunde können nur ganz wenige dagegenhalten", erklärte Hönig. In diesem Winter haben die deutschen Damen noch keine Staffel gewonnen, sind in dieser Besetzung auch noch nicht gelaufen. "Wir sind Titelverteidiger, aber das heißt nicht, dass wir automatisch der Topfavorit sind. Für Gold muss alles passen. Ich wäre mit jeder Farbe einer Medaille zufrieden", sagte Hönig.Extra

Doping-Fall: Der Biathlon-Weltverband IBU hat bereits den dritten Athleten in diesem Winter wegen des Verdachts auf Doping gesperrt. Es handle sich um den russischen Sportler Eduard Latypow. Bei Latypow, Junioren-Weltmeister von 2015, wurde Meldonium nachgewiesen. Bis Sonntag findet in Oslo die WM statt. Für die deutschen Biathlon-Männer gibt es weiter nichts zu holen. Während Frankreichs Biathlon-König Martin Fourcade im Einzel sein bereits viertes WM-Gold holte, landete der hochgehandelte Simon Schempp nur auf Platz 16. Erik Lesser wurde Siebter, Andreas Birnbacher Neunter. dpa