Großes Ziel im Kleinboot

Für den Trierer Ruderer Richard Schmidt wird es mit Blick auf die Olympischen Sommerspiele in Rio jetzt richtig ernst. Ein wichtiger Gradmesser sind deutschen Kleinbootmeisterschaften ab heute in Köln.

Trier/Köln. In den vergangenen Monaten haben sie in Trainingslagern und am Olympia-Stützpunkt in Dortmund hart geackert, am heutigen Freitag nun beginnt für die Ruderer des Teams Deutschland-Achter die Wettkampf-Saison.
Bei den deutschen Kleinbootmeisterschaften auf dem Fühlinger See in Köln wird sich nicht nur entscheiden, wer Deutschlands schnellstes Duo im Zweier ohne Steuermann ist. Für die Ruderer geht es auch um die Besetzung der drei olympischen Bootsklassen: den Zweier, den Vierer und den Achter.
"Die Kleinbootmeisterschaften sind ein großer Baustein für die Mannschaftsbildung", bestätigt Bundestrainer Ralf Holtmeyer. Ende März hatten bereits ein Ergo-Test in Dortmund und eine erste interne Kleinbootüberprüfung, die ebenfalls auf dem Fühlinger See stattfand, erste Aufschlüsse über den Leistungsstand der Sportler gegeben. Auf dem Ergometer fuhr Maximilian Reinelt die schnellste Zeit, auf dem Wasser lagen Felix Drahotta und Anton Braun knapp vor dem Trie rer Olympiasieger Richard Schmidt und Eric Johannesen.
Bei den Kleinbootmeisterschaften im vergangenen Jahr siegten Drahotta und Schmidt im Zweier, diesmal sind sie Konkurrenten. Falls Drahotta, der noch mit einem Infekt zu kämpfen hat, rechtzeitig fit wird, können sich beide diesmal ein spannendes Duell liefern. Schmidt vom RV Treviris Trier geht mit Johannesen (RC Bergedorf Hamburg) ins Rennen.
Insgesamt liegen alle 20 Ruderer aus dem erweiterten Team Deutschland-Achter in der Spitze nah beieinander. Der Weg ins Finale in Köln am Sonntag ist lang. Insgesamt vier 2000-Meter-Rennen stehen ab heute an drei Tagen an. Insgesamt 35 Starter sind gemeldet. Heute gibt es einen ersten Schlagabtausch in den sechs Vorläufen, am Samstag folgen die Viertelfinal- und Halbfinalrennen, bevor am Sonntag um 10.50 Uhr das Finale ausgefahren wird. red