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Härter als die grüne Hölle

Härter als die grüne Hölle

Der 20-Stunden-Radmarathon zwischen Fell und Thomm hat mittlerweile Kultstatus. 68 Einzelfahrer, 22 Zweier- und 40 Viererteams bewältigen die Berg- und Talstrecke zwischen Fell und Thomm.

Fell/Thomm. Mit Radsport haben Monika Niegel und ihr Kegelclub eigentlich nicht viel zu tun. Doch wenn die Radfahrer 20 Stunden lang durch Thomm fahren, stehen die fünf Pärchen in der Nacht von Samstag auf Sonntag mit ähnlicher Ausdauer wie die Sportler am Streckenrand. In der Hofeinfahrt am Ortseingang von Thomm wird gegrillt, links und rechts brennen Schwedenfeuer, und dazwischen feuern die Kegelfreunde mit Ratschen die Radler an. "Das ist immer wieder schön. Zwei von uns haben schon mal die ganze Nacht durchgehalten. Ansonsten so bis ein oder zwei Uhr, und dann treffen wir uns Sonntagmorgens wieder hier zum Frühstück", erklärt Niegel.Während es sich die vielen Zuschauergrüppchen in Fell und Thomm gutgehen lassen, müssen die Radfahrer gut auf ihre Ernährung achten. "Man muss permanent essen und trinken", erklärt Daniel Hoff. "Ich komme bestimmt locker auf acht Liter", vermutet der 29-Jährige. Wichtig: Viele Kohlenhydrate zu sich zu nehmen, die schnell in Energie umgewandelt werden können. Nudeln zum Frühstück, in der Wechselzone ist das normal.Zum hohen Energieverbrauch kommt der Schlafmangel. Hoff: "Zwei, vielleicht drei Stunden. Mehr geht nicht." Aufgewogen werde alles vom Gemeinschaftsgefühl. "Man wächst in den 20 Stunden zusammen", sagt der seit einigen Jahren in Baden-Württemberg lebende Feller.Anspruchsvoller als das 24-Stunden-Radrennen auf der breiten Autorennstrecke des Nürburgrings ist das Feller Rennen. Auf der Abfahrt über einen nur 2,50 Meter breiten Wirtschaftsweg, links und rechts dicht zugewachsen wie ein Tunnel, ist äußerste Konzentration gefragt. "Der Nürburgring lässt sich sehr viel flüssiger fahren. Ab der Hohen Acht kann man voll durchdrücken. Hier ist der Antritt viel wichtiger, dass man schnell aus der Kurve rauskommt und das Rad schnell wieder auf Geschwindigkeit bringt", erklärt Hoff einen weiteren Unterschied, der das Rennen in Fell härter als das durch die Grüne Hölle macht.Für den Sieg reicht es für Hoff, Christian Knoblich, Tobias Schrage und Michael Fischer am Ende nicht ganz. Mit 34 Runden hatte sein Team des RC Herzogenaurach eine Runde weniger als das des RC Pfälzerwald. Schnellstes Zweierteam ist Radon Hochwald aus Bonn (Martin Ritterbach, Henrik Albrecht, 31 Runden). Bei den Einzelfahrern setzte sich Klaus Bätz aus dem Westerwaldort Helmenz mit 27 Runden durch. Einen Sieg für die Region Trier feierte Rainer Becker vom Ironmanclub Trier mit neun Runden in sechseinhalb Stunden.Extra

20-Stunden-Radmarathon: Frauen, Einzel: Petra Ehrsam (Plaidt) 19 Runden, Friederike Dietzmann (Engeln) 14, 3. Angela Sonntag (Fell) 3. Männer, Einzel: 1. Klaus Bätz (Helmenz/Masters 2) 27 Runden, 2. Andreas Kuntz (Aachen/Masters 1) 26, 3. Csaba Ovary (Neckarwestheim) 26, 7. Christian Blang (Trier) 23, 16. Jan Schmidt (Hermeskeil) 20. Zweier-Team: 1. Radon Hochwald Bonn (Martin Ritterbach, Henrik Albrecht) 31 Runden, 2. Laktatjunkies Bad Schussenried/Ostrohe (Lars Ulbrich, Torge Ulbrich) 30, 3. Sankt Barbara Apotheke Trier (Max Goeke, Michael Brämer) 29. Vierer-Team: 1. RC Pfälzerwald Runden 35 Runden, 2. RC Herzogenaurach 34, 3. Scuderia 676 (Köln,Neu-Ulm) 32, 5. Topspeed III mit Dennis Föll aus Thalfang 31, 6. Topspeed II (Steven Heidrich, Markus Schäfer, Daniel Schäfer. Jochen Weyand aus Hettenrodt/Morbach) 30, 8. Team Umweltgeotechnik (Alexander Mees (Tawern), Simon Luz (Trier), Marius Schmitt (Konz), Markus Adam (Saarburg)) 30, 9. RacingTeam Bekond (Gavin Pfeiffer, Cornelia Premka, Tatjana Nierderprümm, Mathias Schwandner/1. Mixed) 30, 11. Team Wedekind (Andy Fries, Jarek Buchmann, Jens Mohnen, Georg Feilen) 29. Rock around: Frauen: 1. Karin Hoff-Breiling (Fell) 7 Runden, 2. Larissa Gilg (Wiltingen) 5, 3. Sina Horsch 3. Männer: 1. Rainer Becker (Ironman-Club Trier) 9 Runden, 2. Martin Rommelfanger (Malborn) 8, 3. Damian Szewzyk 8. Jugendrennen: Mädchen, Kids-Race: 1. Leonie Fischer 13:44 Minuten, 2. Lucy Scheuer 15:44, 3. Noelle Lebert 15:51. U11: 1. Julia Gerten 27:03, 2. Sina Sorgen 29:47, 3. Annabelle Christmann 31:13. Jungen, Kids-Race: 1. Philip Federkeil 12:37 Minuten, 2. Theis Buchmann 12:42, 3. Robin Pfeiffer 13:16. U11: 1. Marco Buchmann 20:36, 2. Paul Jakob Greinwald 20:39, 3. Jan Rinklef 21:26. U13/15: 1. Ramon Kuhnen 30:14, 2. Jan Gerten 30:17, 3. Patrick Steinmetz 30:18. 25. Kandi-Malz Berglauf (7,2 km, zirka 300 Höhenmeter): (Platz 1-3 und Altersklassensieger) Frauen: 1. Nicole Krämer (Kelberg/LG HSC Gamlen-RSC Untermosel/W40) 37:12 Minuten, 2. Marion Haas (LG Meulenwald Föhren/W50) 39:24, 3. Annika Pfeiffer (TV Hermeskeil/W30) 40:10. Männer: 1. Andreas Theobald (PST Trier/M20) 26:34 Minuten, 2. Martin Müller (PST Trier) 26:55, 3. Dietmar Bier (Trierer Stadtlauf e.V./M40) 28:19. U18: Hagen Betzler (PST Trier) 29:33. M30: Jerome Vandenbussche 31:01. M35: Markus Schön (Moseldonner) 37:07. M45: Ralf Rhein (PST Trier) 32:36. M50: Alwin Nolles (LG Meulenwald Föhren) 29:56. M55: Klaus Klaeren (PST Trier) 31:05. M60: Gerd Heiseler (SV Wittlich) 37:10. M65: Bernd Fischer (PST Trier) 42:05. M75: Günther Haubrich (LT Mertesdorf) 1:14:27. teu