Harmlos, harmloser, FCK

Vor dem Heimspiel gegen Braunschweig heute Abend denkt Kaiserslautern über einen Neuzugang nach.


Kaiserslautern (dpa) Der 1. FC Kaiserslautern hinkt seinen Ansprüchen in der 2. Fußball-Bundesliga wieder einmal hinterher. Vor dem Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig (Montag, 20.30 Uhr/Sky) haben die Pfälzer in drei Spielen nur einen Punkt geholt und ein Tor erzielt. Die schwache Ausbeute geht auch zu Lasten der Zuschauerzahl. Erst 16 000 Tickets sind bisher verkauft worden. Nur der Pfälzer Torsten Lieberknecht, früher FCK-Profi und heute Eintracht-Trainer, sagte: "Wir freuen uns auf ein Spiel in einem wunderschönen Stadion. Wir bewerten den FCK nicht nach dem aktuellen Tabellenplatz. Sie haben gegen Darmstadt gezeigt, was in dieser Mannschaft steckt."
Dabei sind die Probleme, die sich im Lauterer Spiel offenbaren, nichts Neues. Die Offensive entwickelt wie schon in der vergangenen Saison kaum Torgefahr. Erschwerend kommt noch hinzu, dass die Abwehr alles andere als sattelfest steht. Mit Robin Koch hat eine weitere Stütze der Defensive den Verein verlassen, er wechselte für rund 3,5 Millionen Euro zum SC Freiburg. "Aus sportlichen Gründen war ich gegen den Verkauf von Robin Koch. Die wirtschaftlichen Gründe müssen aber andere beurteilen", sagte Trainer Norbert Meier. Die Lücke in der Abwehr soll jetzt Marcel Correia füllen. Der Neuzugang aus Braunschweig kehrt nach überstandener Verletzungspause ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein ins Team zurück. Mit den Koch-Millionen soll auf dem Transfermarkt noch einmal zugeschlagen werden, doch treffsichere Torjäger sind wenige Tage vor Ende der Transferfrist rar. Der zum Sportdirektor beförderte Boris Notzon steht gleich vor seiner nächsten schwierigen Aufgabe.
Um die Trendwende einzuleiten, ging Meier mit seinem Team nochmals alle herausgespielten Torchancen der vergangenen Spiele durch. "Da müssen wir den Killerinstinkt vor dem Tor mitbringen", forderte der erfahrene Coach. "Punktemäßig stehen wir nicht da, wo wir uns das vorgenommen haben. Daran müssen wir arbeiten."

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