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Heimliches Überholmanöver und Rekordbeteiligung beim Nachwuchs

 Aufwärmen mit Lucky: Die TV-Leseratte machte vor jedem Start mit den Kindern ein paar Auflockerungsübungen. TV-Foto: Holger Teusch
Aufwärmen mit Lucky: Die TV-Leseratte machte vor jedem Start mit den Kindern ein paar Auflockerungsübungen. TV-Foto: Holger Teusch FOTO: Holger Teusch (g_sport
Trier. So viele Kinder bis elf Jahre wie noch nie rannten am letzten Tag des Jahres um die Wette. Im SWT-Bambini- und bei den Volksfreund-Kinderläufen zeigte der Nachwuchs, dass er gar nicht bewegungsfaul ist.

Trier. Aufgeben gilt nicht! Das weiß Lennart Mohr. "Ich bin beim Start hingefallen", erzählte der Zehnjährige bei der Siegerehrung des Volksfreund-Jungenlaufs. Aber statt seine Rennschuhe auszuziehen, nahm er die Herausforderung an. "Ich musste den anderen erst einmal hinterherlaufen", berichtete der Nachwuchsläufer aus Cochem.
Der Einsatz lohnte sich. Johann Simons von der TG Konz und Lucas Raueiser (ebenfalls Cochem) konnte er nicht mehr einholen. Dazu hatte die Aufholjagd über einen Kilometer zu viel Kraft gekostet. Doch als Dritter konnte er nicht nur vor großem Publikum sein läuferisches Können zeigen, sondern wurde auch von Wolf-Dieter Poschmann interviewt. Was für Simons das Normalste der Welt zu sein schien. Cool, mit einer Hand in der Jackentasche, sprach der Elfjährige mit dem bekannten Sportreporter.
Durchhaltevermögen bewiesen aber nicht nur die Allerschnellsten. "Ein Freund von mir hat mich am Anfang überholt. Aber kurz vor dem Ziel habe ich ihn heimlich wieder überholt", erzählte der neunjährige Trierer überglücklich. "Er hat mich gar nicht bemerkt." Kein Wunder bei dem Gewusel auf der Strecke!
Praktisch exakt so schnell wie Simons mit 3:29,5 Minuten war im Volksfreund-Mädchenlauf mit der Bad-Kreuznacherin Meret Joeris (3:29,3). Im SWT-Bambinilauf über 600 Meter siegten Nora Wortmann (LC Rehlingen/2:34,5) und der vereinslose Lukas Schmitt (2:30,7). Mit 479 Kindern bis elf Jahren kamen noch einmal 84 mehr ins Ziel als vor einem Jahr. teu