Hightech-Produkte dienen als Faltenkiller

Hightech-Produkte dienen als Faltenkiller

Peptide, Hyaluron oder Retinol: Inhaltsstoffe von Hautcremes führen beim Verbraucher häufig zu Stirnrunzeln. Besonders synthetisch gewonnene Wirkstoffe aus dem Labor haben oft komplizierte Bezeichnungen und benötigen Erklärungsbedarf.

Wer sich mit Kosmetikprodukten gegen Hautalterung beschäftigt, kommt an Fremdwörtern nicht vorbei.

So ist zum Beispiel der Begriff Hyaluronsäure aus dem Wortschatz der Fältchen bekämpfenden Front nicht mehr wegzudenken. Der gelartige Wirkstoff ist ein natürlicher Bestandteil des Bindegewebes. Da er in hohem Maße Wasser binden und so Falten aufpolstern kann, sorgt er für ein straffes Erscheinungsbild der Haut. Mit zunehmendem Alter nimmt die körpereigene Produktion allerdings ab. Für Kosmetika wird die Substanz biosynthetisch im Labor hergestellt und wirkt wie ein Blitzlifting, da sie Wasser wie ein Mikroschwämmchen speichert. Hyaluronsäure eignet sich vor allem für trockene Haut, die erste feine Fältchen aufweist. Retinol ist die reinste Form von Vitamin A und wird von Ärzten seit langem als Mittel gegen Falten und schlaffe Haut eingesetzt. Produkte mit Retinol sorgen dafür, dass weniger Bindegewebe durch körpereigene Enzyme abgebaut wird und regen die Produktion neuer Hautzellen an. Außerdem verfeinert Vitamin A das Hautbild, hellt Pigmentflecken auf, verstärkt die Barriereschicht der Haut und gilt als hilfreiches Mittel gegen Pickel. In Kosmetikprodukten ist der Wirkstoff nur minimal enthalten, da er die Haut reizen kann.

Peptide sind körpereigene Eiweißbausteine und bringen die natürliche Regeneration der Hautzellen in Schwung. Für Kosmetikprodukte werden sie synthetisch nachgebaut oder natürlich, zum Beispiel aus Milch oder Soja, gewonnen. Als Botenstoffe signalisieren sie dem Körper, den Reparaturmechanismus der Haut in Gang zu setzen und regen so die Zellerneuerung an. Kosmetika mit Peptiden eignen sich besonders für reifere Haut und sorgen für straffe und glatte Gesichtskonturen. aba