Hoffenheimer U17 gewinnt Steka-Cup in Schleidweiler

Mädchen-Fußball : Viel Lob, drei Elfmeterschießen und ein Premierensieger

Die TSG Hoffenheim hat die neunte Auflage des Steka-Cups der U17-Juniorinnen gewonnen. Im Finale gab es einen Erfolg gegen den 1. FFC Frankfurt.

Der Steka-Cup lebt den Fußball in einer Intensität, wie ihn sich nicht nur Cheforganisator Rainer Steffen gewünscht hatte. Der Macher des mittlerweile zum neunten Mal ausgetragenen Cups war nicht nur mit Organisation und Ablauf des Hauptevents zufrieden, sondern lobte das hohe Niveau des weit über die Grenzen von Rheinland-Pfalz bekannten Turniers. „Der Mädchen-Fußball stand wieder im Vordergrund. Die Mannschaften hatten jede Menge Spaß, fühlten sich aber auch bestens betreut. Wir haben etliche sehr attraktive Spiele gesehen. Der Steka-Cup hat an Attraktivität und Strahlkraft nichts eingebüßt.“

Zwischen 3500 und 5000 Zuschauer pilgerten zum Sportpark Schleidweiler, der beste Rahmenbedingungen bot. „Der Cup beweist jedes Jahr aufs Neue, dass er ein Aushängeschild nicht nur für die Region ist, sondern auch in Europa einen Namen hat. Für einige Spielerinnen bedeutet der Cup auch immer ein Sprungbrett für eine große Karriere im Frauenfußball. Und viele Mannschaften tragen den Namen des Steka-Cups weit in die Republik hinaus“, sagte Steffen.

Das Turnier hatte einige Überraschungen zu bieten. Titelverteidiger Bayer 04 Leverkusen scheiterte wegen des verlorenen direkten Vergleichs am 1. FFC Frankfurt am Einzug ins Habfinale. Der vormalige zweifache Gewinner Borussia Mönchengladbach blieb sogar ohne Punkt schon in der Vorrunde hängen. Die Turnierneulinge RB Leipzig und FC Speyer 09 begeisterten mit technisch gutem und schnellem Kombinationsfußball und gewannen ihre Gruppen souverän.

Die für die Finalisten der Deutschen U17-Meisterschaft VfL Wolfsburg (Meister) und SC Freiburg Vizemeister) einspringenden Teams des Karlsruher SC (Platz fünf in Gruppe B) und SC 13 Bad Neuenahr (Platz drei in Gruppe A) spielten im Konzert der Großen munter mit. Bad Neuenahr fehlte zum Halbfinale lediglich ein Tor.

Im ersten Habfinale setzte sich der 1. FFC Frankfurt in der regulären Spielzeit von 20 Minuten gegen RB Leipzig mit 1:0 durch. Frankfurts Torhüterin Kübra Peyker wehrte in der Schlussphase drei hochkarätige Chancen der Leipzigerinnen mit spektakulären Paraden ab und wurde bei der Siegerehrung auch verdient zur besten Torfrau gekürt. Alle noch folgenden Partien benötigten ein Elfmeterschießen. Das zweite Halbfinale entschied die TSG Hoffenheim nach einem 0:0 im Strafstoßschießen mit 4:3 gegen den FC Speyer 09 für sich.

Auch im Spiel um Platz drei gab es mit Leipzig einen Sieger nach Elfmeterschießen (5:3) – nach 20 Minuten hatte es gegen Speyer 1:1 gestanden. Die zur besten Turnierspielerin gewählte Leipzigerin Lea Misch hatte zum 1:0 getroffen und besaß nach schönem Solo sogar die Siegchance. Im Finale waren die Frankfurterinnen die spielerisch bessere Mannschaft, doch mit der Chancenverwertung ging der 1. FFC ziemlich fahrlässig um. So kam es, wie es kommen musste: Die Hoffenheimerinnen hatten auch im Finale die besseren Nerven und schossen sich nach dem letzten verwandelten Elfer ihrer Kapitänin zum erstmaligen Cupsieg.

Chef-Trainerin Melanie Fink war zufrieden: „Wir hatten nichts zu verlieren, weil wir mit der U17 für die nächste Saison gespielt haben. Umso stolzer macht es mich, dass wir mit dem jüngsten Jahrgang hier so erfolgreich waren, auch wenn wir bei den zwei Elfmeterschießen das nötige Glück hatten. Es ist immer wieder ein tolles Turnier mit einer super Organisation und einer wunderbaren Atmosphäre.“ Den Hoffenheimerinnen bleiben zwei Wochen Urlaub, bevor es wieder mit der Vorbereitung losgeht. Denn am 31. August bestreitet die TSG  schon wieder das erste Bundesligaspiel.

Auch für Rainer Steffen und seinen Orgastab bleibt kaum Zeit zur Entspannung. Denn schon Ende August werden die ersten Einladungen für die zehnte Jubiläumsauflage verschickt. Steffen: „Alle können sich sicher sein, dass das Turnier wieder  Attraktionen und Überraschungen verspricht.“