Ihre Meinung

Zu unserer Berichterstattung zum Ordnerdienst im Amateurfußball (TV-Ausgabe vom 31. Januar/1. Februar) erreichten uns diese Zuschriften:

Zu ihrem gut recherchierten Artikel möchte ich als Schiedsrichter Folgendes anmerken: Jede verbale Entgleisung und jede gewalttätige Handlung auf einem Fußballfeld durch Spieler, Vereinsverantwortliche oder Zuschauer schadet dem Ansehen des Fußballsports und ist aufs Schärfste zu verurteilen. Der Fußballsport und seine Akteure, einschließlich Schiedsrichter, müssen vor solchen Auswüchsen geschützt werden. Ob Platzordner, die in der Praxis ja nichts anderes sind als zwangsverpflichtete, kaum motivierte und in puncto Konfliktmanagement völlig unerfahrene Personen, dieses Problem lösen können, wage ich zu bezweifeln. Die konsequente Bereitstellung von Ordnern und deren strikte Überwachung ist nur ein Herumdoktern an den Symptomen, … … solange bei Jugendspielen übermotivierte Eltern am Spielfeldrand stehen, die ihren Nachwuchs geradezu fanatisch aufhetzen, gegen den Schiri pöbeln und damit schon den Kindern vermitteln, dass der Sieg wichtiger ist als Respekt und Fairness. … solange Trainer und Betreuer nicht konsequent jede grob unsportliche Spielweise ihrer Mannschaft und jedes Fehlverhalten gegenüber dem Schiedsrichter verurteilen und unterbinden. … solange sogar Vorstandsmitglieder am Spielfeldrand bei verbalen Entgleisungen von Zuschauern gegenüber dem Schiedsrichter und den gegnerischen Spielern nicht eingreifen, sonder selbst zu "Tätern" werden. … solange sogar Trainer, die selbst als Schiedsrichter fungieren, in ihrer Trainerfunktion einen Schiedsrichterkollegen anpöbeln. … solange Schwalben und sonstige unfaire Spielweisen eingeübt werden. … solange also der Respekt gegenüber dem Gegner und dem Schiedsrichter und der Gedanke des Fairplay leere Begriffe bleiben, Das grundlegende Problem, das gottlob von vielen Vereinen bereits erkannt und bekämpft wird, wird durch Ordner nicht gelöst. Da aber - nicht zuletzt aufgrund des noch mancherorts mangelnden Respekts vor dem Unparteiischen - ein chronischer Schiedsrichtermangel besteht, könnte man versuchsweise dazu übergehen, dem Verein des Verursachers von Ausschreitungen für eine bestimmte Anzahl von Heimspielen keinen Schiedsrichter mehr zuzuteilen. Die Folge: Der Gastverein darf einen Spielleiter stellen. Josef Maximini, Konz Ich bin Vorsitzender des TuS 05 Daun (1300 Mitglieder, elf Abteilungen), seit nunmehr 23 Jahren im Vorstand und seit mehr als acht Jahren zusätzlich als lizenzierter Fußballtrainer im Jugend-Bereich tätig. Ich stimme Jürgen Schmitt vom TuS Issel in seiner Argumentation in vollem Umfang zu. Sie deckt sich zum Großteil mit meinen Einschätzungen zu diesem Thema. Der Vorschlag einer Vorab-Risikobewertung zu bestimmten Spielen durch den Staffelleiter sollte hierbei besonders in Erwägung gezogen werden. Frank Wieber, Daun

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