IHRE MEINUNG

Zu unserem Bericht "Rot für den Hass" (TV vom 27. April):

Ich bin seit langem Fußballfan und habe auch längere Zeit selbst Fußball gespielt. Das, was ich bei dem Zweitliga-Spiel zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und RB Leipzig miterlebt habe, hat mit Sport und Fairness nichts mehr zu tun. Der junge Spieler Willi Orban hat von der Jugend bis in die Profimannschaft beim FCK gespielt. Für gutes Geld ist er an den in Deutschland unbeliebten Fußballverein RB Leipzig verkauft worden. Ohne die Ablösesummen, die der FCK für die guten jungen Spieler jedes Jahr kassiert, könnte er finanziell gar nicht mehr in der zweiten Bundesliga mithalten. Als Dank halten dann sogenannte Fans Plakate mit menschenunwürdigen Schriftzügen hoch. Und jedes Mal, wenn Orban in die Nähe des Balles kam, hörte man nur noch lautes Pfeifen und Buhrufe gegen den einstigen Publikumsliebling. Als der arme Kerl dann auch noch mit Gelb-Rot vom Platz musste, war das für die sogenannten Fans der Höhepunkt des Abends. Ich stelle mir schon die ganze Zeit die Frage, wo die Ordnungskräfte des FCK hingeschaut haben, als die Zuschauer mit den übergroßen Plakaten Einzug in das Stadion hielten? Oder wollten Sie nicht hinsehen? Bernhard Schlarp Morbach-Hoxel

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