Internationales Flair im Industriegebiet

Internationales Flair im Industriegebiet

Mit dem vom RV Schwalbe Trier organisierten internationalen SWT-Radsportfestival im Indus triegebiet Trierweiler-Sirzenich fällt am Samstag, 12. April, der Startschuss zur Rennsaison 2014. Favorisiert sind die Fahrer des neuen rheinland-pfälzischen Profiteams Kuota. Doch ein "Lokalmatador" könnte vorne mitmischen.

Trierweiler. "Da kann sich keiner verstecken", sagt Günter Steffgen, Vorsitzender des RV Schwalbe Trier. Wer beim SWT-Radsportfestival gewinnen will, muss auf dem 400 Meter langen Abschnitt vor der Start- und Ziellinie hellwach sein. Dort haben die Fahrer eine Sieben-Prozent-Steigung zu meistern. Und das nicht nur ein Mal. Gefahren wird im Industriegebiet Trierweiler-Sirzenich traditionell auf einem 1900 Meter langen Rundkurs. Die Starter des Eliterennens absolvieren die Strecke insgesamt 35 Mal.
Für das Hauptrennen liegen bislang 57 Meldungen vor. Hinzu kommen noch Fahrer aus dem benachbarten Ausland, die sich nicht vorher anmelden müssen. Steffgen: "Da gilt im Radsport der so genannte kleine Grenzverkehr." Aus nationaler Sicht gehören die Teilnehmer des neuen rheinland-pfälzischen Continentalteams Kuota zu den Favoriten - unter ihnen sind mit André Benoit, Philipp Becker oder Jan Deutschmann auch mehrere Ex-Fahrer des ausrichtenden RV Schwalbe. Der Trierer Verein ist laut Steffgen mit vier Fahrern dabei: David Bertram, Benjamin Höber, Markus Kersten und Markus Zingen. Vor allem Höber traut Steffgen einiges zu: "Er fährt auf dem Niveau der Kuota-Profis. Er ist für mich ein Geheimfavorit." Vielleicht kommt der Sieger aber wie im vergangenen Jahr aus dem Ausland. 2013 gewann der Belgier Boris Dron.
Gut besetzt beim Radsportfestival sind die Schüler- und Jugendklassen. Momentan liegen knapp 70 Anmeldungen vor. Steffgen: "Vor einigen Jahren hatten wir da nur zehn Teilnehmer. Die Jugend ist im Kommen. Das ist ermutigend."
Auf keinen grünen Zweig kommt das Radsportfestival dagegen bei den Hobbyfahrern. Sie suchen lieber das Rampenlicht im Rahmenprogramm großer Profirennen - etwa den Cyclassics in Hamburg.
Keine Jubelstürme bei den Organisatoren des RV Schwalbe ruft zudem die Zuschauerresonanz hervor. "Es ist furchtbar schwierig, Leute außerhalb der Radfahrszene nach Trierweiler zu locken", sagt Steffgen. Deshalb habe es vor mehreren Jahren die Überlegung gegeben, ein letztmals 1990 in der Trierer Innenstadt organisiertes Rundstreckenrennen wiederzubeleben. Es blieb bei der Idee. Steffgen: "Die Kosten dafür sind für unseren Verein nicht bezahlbar."
Mehr Infos: schwalbe-trier.de