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Italiener als Vater des Erfolges

Italiener als Vater des Erfolges

Er gilt als Vater des Erfolges beim derzeitigen Tabellenführer der Kreisliga A. Antonio Maci, früher ein überragender Oberligastürmer mit italienischen Wurzeln, führte die SG Berndorf zum Herbstmeistertitel und will bis zur Winterpause diese exponierte Stellung zementieren. Der TV sprach mit dem Gerolsteiner.

Hillesheim/Berndorf/Gerolstein. Sie ist seine erste Trainerstation überhaupt: Die SG Berndorf/Hillesheim/Walsdorf wird von einem waschechten Italiener trainiert - mit Erfolg. "Die Mannschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr erheblich weiterentwickelt, hat vor allem durch ihre Disziplin und taktische Reife mehr Qualität nachweisen können. Wir haben eine bessere Harmonie im Team, zudem hat es meine Philosophie wohl auch besser verinnerlicht. Mittlerweile haben die Spieler begriffen, was ich von ihnen will", sagt Antonio Maci, der das Berndorfer Team im zweite Jahr coacht und sich gegebenenfalls auch noch selbst einwechselt.
"Ich trainiere zwar schon seit drei Jahren nicht mehr, doch zu einem Kurzeinsatz reicht es immer noch", sagt der 32-jährige gelernte Stürmer, der in Prüm, Pirmasens und Mayen Oberligaerfahrung sammelte. "Unser Ziel vor der Saison war ein Platz unter den ersten fünf. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Wenn du aber auf Platz eins stehst, willst du natürlich auch mehr. Wir haben jetzt die Chance, bis zum Schluss ganz oben mitzuspielen. Und die wollen wir wahrnehmen."
Selbstredend hat der in San Pedro bei Bari geborene zweifache Familienvater Antonio Maci die wachsenden Begehrlichkeiten registriert, will aber keine voreiligen Schlüsse ziehen.
"Wir wissen, dass die Liga stärker geworden ist als im Vorjahr und dass fünf, vielleicht auch sechs Mannschaften aufsteigen können", betont Maci, der vor allem die stabile Defensivarbeit lobt.
"Ich habe Marco Junk hinten gezogen - wir haben mit Fabrice Henschel, Thomas Becker und Marcel Hohn richtig gute Defensivspieler stehen, die kaum etwas zulassen. Wir haben oft zu null gespielt und vorn das nötige Tor gemacht. Das ist zwar auch glücklich, doch wenn man oben steht, kann man auch von Qualität sprechen."
Christan Schneider führt im Mittelfeld Regie, gilt als einer der besten Schützen bei Standards. Mit der Rückkehr von Rene Hochmann, der auch Co-Trainer ist, hofft Maci nach der Winterpause auf noch mehr spielerische Reife im Berndorfer Spiel. Auch die jungen Spieler haben sich gut entwickelt: "Christian Jöcken, Benni Schauster, Alex Blehm oder Marco Michels sind in der Stammelf. Marco Michels kann noch A-Jugend spielen (beim Rheinlandligisten JSG Steiningen) und ist vor allem technisch sehr stark." Nach dem 2:1-Sieg gegen Lünebach muss die Mannschaft noch nach Neunkirchen, Geichlingen und zu Hause gegen Wallenborn spielen. "Das werden noch harte Brocken. Wir reden nicht vom Aufstieg, sondern denken von Spiel zu Spiel. Mit einer guten Vorbereitung im Winter wollen wir den Grundstein für eine starke Frühjahrsrunde legen", erklärt Maci die nahen Ziele. So sollte man Bendorf immer auf der Rechnung haben, denn der Kunstrasenplatz in Hillesheim lässt optimale Bedingungen auch in der kalten Jahreszeit zu.
Extra

Antonio Maci wurde am 11. Februar 1980 in San Pedro/Italien geboren. Sein Wohnort ist Gerolstein, er arbeitet in einer großen Firma in Andernach als Produktionsarbeiter. Er ist Vater zweier Mädchen und nennt als Lebensmotto "Alles dafür zu tun, um glücklich zu sein". Fußballerisch begann er erst in der C-Jugend in Gönnersdorf, wechselte dann für zwei Jahre zu Fortuna Köln. Unter Peter Wagner spielte er dann zwei Jahre für den damaligen Oberligisten SV Prüm. Anschließend zog es ihn für fast vier Jahre zum Oberligisten FK Pirmasens und danach zum Ligakonkurrenten TuS Mayen. Nach dessen vier Jahren wechselte er zur SG Ellscheid in die Rheinlandliga, war dort aber nach zwölf Toren bis in den November hinein verletzt. Im Sommer 2011 übernahm er den ambitionierten A-Ligisten Hillesheim/Berndorf.L.S.