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Jahrestagung mit Licht und Schatten

Jahrestagung mit Licht und Schatten

Die Jahrestagung des Fußballspielkreises Mosel ist von einer positiven und konstruktiven Grundstimmung, aber auch von kritischen Tönen geprägt. Neben zahlreichen Ehrungen für die Meister und Staffelsieger sowie ehrenamtlichen Mitarbeiter wird Longkamp als Ort für die Jahrestagung 2014 bestätigt.

Morbach-Morscheid. Der Kreisvorsitzender Walter Kirsten verwies in seiner Ansprache bei der Jahrestagung des Fußballspielkreises Mosel auf die konstant gute Entwicklung im Bereich der gemeldeten Seniorenmannschaften sowie in der Schiedsrichterentwicklung. Mit 77 gemeldeten Mannschaften im Seniorenbereich ist der Rückgang von drei Teams im Gegensatz zum Vorjahr nicht gravierend ausgefallen. Auch im Schiedsrichterbereich sind 109 Kameraden nahezu der identische Wert mit dem des Vorjahres. Das sei erfreulich, wie Kirsten bemerkt.
Kritische Töne


Es gab jedoch auch kritische Töne des Kreischefs. "Mit dem Verbandstag vor der Haustüre ist der Anteil des Spielkreises Mosel mit 35 Prozent der Stimmen unterirdisch ausgefallen. Bei der Wahl von Bernd Marx zum Vizepräsidenten hat der Kreis Mosel versagt."
Die Leistungsstärke habe insgesamt zugelegt. Der Kreis habe mit dem FSV Salmrohr (Oberliga), dem SV Morbach und der SG Wittlich/Lüxem (beide Rheinlandliga) sowie den Bezirksligisten SG Zell/Bullay, SG Landscheid, SV Dörbach und SG Buchholz vier weitere Vertreter überkreislich am Start.

208 Jugendmannschaften


In den meisten Kreisligen ging es spannend und eng zu, die Spielstärke habe einen leichten Anstieg erfahren. Positiv sei die Entwicklung im Jugendbereich zu werten, denn 208 Jugendmannschaften auf dem Feld und 185 Teams bei den Hallenrunden sprechen für eine ordentliche Bilanz. Dennoch mache die Entwicklung im A- und B-Jugendbereich Negativtrends deutlich. Von den 110 Schiedsrichtern sind 80 an jedem Wochenende unterwegs. Es gab lediglich sechs Spiele, die nicht neutral besetzt werden konnten. Die Verantwortung der Eltern im unteren Jugendbereich müsse zunehmen.
Vizepräsident Alois Stroh streifte in seinem Statement den Verbandstag und äußerte sich zur angespannten finanziellen Lage. "Das Land Rheinland-Pfalz stellt jährlich 50 000 Euro weniger für Zuschüsse zur Verfügung. Auch das Projekt Oddset liege auf Eis, was zur Kürzung und Einsparung in den einzelnen Kommissionen und Gremien führt. Zur neuen Saison ist ein Live-Ticker für die Rheinlandliga vorgesehen".
Die auf dem Verbandstag beschlossene Erhöhung von Schiedsrichtern bei Spielgemeinschaften ist nicht nur auf positive Resonanz gestoßen. "Dennoch sollen die Stichtage zum Schiedsrichter-Soll quartalsweise bewertet werden, was zu einer Reduzierung im Bereich der Strafen führen soll.
Das auf drei Jahre ausgelegte Projekt "Fußball macht Schule" soll noch intensiver genutzt werden. Im Spielkreis Mosel sind demnach etwa 200 Kinder in Fußball-AGs in den Schulen integriert, doch 120 seien in keinem Verein angemeldet.
Gewinnung von Ehrenamtlern


Das Projekt zur Gewinnung von ehrenamtlichen Mitarbeitern ist ein Pilotprojekt mit drei weiteren Verbänden beim DFB. Auch die Trainerspezifizierungen werden ab dem 1.1.2014 neue geregelt. So werde es die Klassifizierung C-Trainer (für Breitensport), B-Trainer (sind Trainer für Leistungsfußball) und A-Trainer-Lizenz geben. Diese Klassifizierungen sollen sich an den neuen Uefa-Richtlinien orientieren, so Alois Stroh.
Im Bericht der Kreisspruchkammer des Vorsitzenden Jakob Schmitz wurde die Negativentwicklung im Bereich der Urteile deutlich.
"Gegenüber der Vorsaison wurden insgesamt 139 Urteile mehr ausgesprochen. Das sei überwiegend der Tatsache, dass vor allem im Jugendbereich sowie beim Vergehen "Nichtvorlage der Spielberechtigungsnachweise" ein enormer Zuwachs an Urteilen ausgesprochen wurde, geschuldet. Leider gab es auch einen gravierenden Vorfall, als ein Schiedsrichter durch einen Kopfstoß eines Spielers zu Boden ging und dieser das Spiel abgebrochen hat". Dieser Spieler sei für zwei Jahre gesperrt worden.
Walter Kirsten führte abschließend an, dass anstatt der einen turnusmäßigen Vereinsvertre tertagung vor Beginn einer Saison jetzt vier regionale Tagungen stattfinden werden.
Die werden am 15. Juli in Zell (Untermosel), 17. Juli in Mülheim (Mittelmosel), 5. August in Hupperath (Eifel) und am 7. August in Dhrontal (Hunsrück) stattfanden.
Er erhoffe sich dadurch eine höhere Diskussionsfreudigkeit sowie eine bessere Effektivität. Nach den Ehrungen der Kreismeister und Staffelsieger wurden ehrenamtliche Mitarbeiter für ihr langjähriges Engagement geehrt (siehe Extra). Bei der Ortswahl der Jahrestagung 2014 wurde Longkamp einstimmig gewählt.Extra

Ehrenbrief des FVR: Hans Coen, Manfred Erz, Frank Marx, Mark Schruden bronzene Nadel des FVR: Ute Thiel Verdienstnadel des DFB: Gerd Käsehage (L.S.).