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Junge Triererin auf dem Sprung zur U23-WM

Kathrin Morbe ist auf bestem Weg zur U23-WM-Qualifikation. TV-Foto: Archiv/Holger Teusch
Kathrin Morbe ist auf bestem Weg zur U23-WM-Qualifikation. TV-Foto: Archiv/Holger Teusch
Köln/München. Olympiasieger Richard Schmidt rudert am Wochenende um die Europameisterschaft. Einige seiner jungen Vereinskameraden vom RV Treviris Trier (RVT) untermauerten bei den Junioren-Regatten in Köln und München ihre Ambitionen auf Starts im Nationaltrikot.

Köln/München. Wie gut, dass die Sommerferien in diesem Jahr erst spät beginnen. Denn ihren Urlaub kann Kathrin Morbe erst im August antreten. Denn als zweitbeste Leichtgewichtsrudererin der Unter-23-Jährigen (U23) bei der Ranglistenregatta am vergangenen Wochenende in Köln ist sie auf dem besten Weg zur U23-Weltmeisterschaft im italienischen Varese (23.- 27. Juli). Auf dem Fühlinger See musste Morbe auf der olympischen 2000-Meter-Distanz nur U23-Vizeweltmeisterin Leonie Pieper vorlassen. Das Duo Pieper/Morbe soll nach jetzigem Stand bei der WM im wichtigsten Leichtgewichtsboot, dem olympischen Doppelzweier, die deutschen Farben vertreten. Als 18-Jährige wäre Morbe auch noch bei der U19 startberechtigt. "Dass Kathrin bei den körperlich starken U23-Sportlerinnen solche Ergebnisse erzielt, zeigt neben ihrer momentanen Leistungsfähigkeit auch ihr Potenzial", sagt Benedikt Schwarz.
Von allen acht Sportlern von RVT, Rudergesellschaft Trier (RGT) und Saarburger Ruderclub (SRC), die er in Köln betreute, hatte der Trierer Stützpunkttrainer fast nur Positives zu berichten. Leon Schuler und Fabian Bach (beide RVT) gewannen ihr Rennen im Doppelzweier der A-Junioren. Jakob Schauer (RVT) und Johannes Thein (RGT) siegten bei den B-Junioren, Lars Urban vom Bernkasteler Ruderverein mit seinem Partner Benedikt Heuser (Bingen) belegte bei den A-Junioren im Leichtgewichts-Doppelzweier den dritten Platz.
Schuler, der seit Saisonbeginn mit Erkrankungen zu kämpfen hat, hatte bereits zuvor bei der internationalen Junioren-Regatta in München als zweitbester Deutscher sein Potenzial angedeutet. Maren Geib (RVT) hatte auf der Olympiaregattastrecke von 1972 das B-Finale gewonnen. In Köln startete die 17-Jährige samstags mit einem zweiten Platz im Einer. Sonntags musste sie wegen einer Schulterverletzung aber einen Gang zurückschalten und wurde genauso wie Schuler und Michael Haag (SRC) Dritte. Lätizia Loch und Fabian Bach (beide RVT) wurden Zweite. Die nächste wichtige Regatta für die RVT-Nachwuchsruderer ist am Pfingstwochenende die U-19-Ranglistenregatta in Hamburg. teu