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Kämpfen, aufsteigen, Klasse halten

Kämpfen, aufsteigen, Klasse halten

Dem Ziel so nah: Die SG Irsch führt die Tabelle der Bezirksliga West souverän an. Doch nur gut zu spielen reicht ihnen nicht. Das Team aus dem Saartal ist hungrig, das Tor zur Rheinlandliga ist schon halb geöffnet. Irschs Stürmer Lukas Kramp spricht über die aktuelle Lage, die Mannschaft und den Aufstieg.

Irsch. Einen ganz ruhigen Eindruck macht der auf dem Spielfeld wirbelnde Stürmer am Telefon: "Kramp, hallo". Offen spricht er über die Saison und über das, was er mit seinem Verein, der SG Irsch, in näherer Zukunft erreichen will. Lukas Kramp führt derzeit mit 24 Treffern die Torjägerliste der Bezirksliga-West an, er erzielte bisher ein Drittel aller Tore seiner Mannschaft. Am vergangenen Montag konnte die SG Irsch den nächsten Sieg gegen die SG Niederkail einfahren, 54 Punkte hat der Tabellenführer nun auf dem Konto.

"Wir sind wie eine kleine Familie"


Das Zusammenspiel harmoniert, nicht nur auf dem Platz, und das merkt man der Mannschaft auch an. Die Stimmung nach den Spielen sei immer "tip-top", sagt Kramp. Besonders genießt er, wenn er mit seiner Mannschaft abends noch etwas trinken geht. Dann wird locker geredet und meistens auch das Spiel analysiert. "Wir schauen überall, was wir besser machen können. Wir arbeiten an uns."
Was er am meisten an seinen Teamkollegen schätzt, ist aber nicht die spielerische Stärke jedes Einzelnen, sondern der Zusammenhalt. "Auch abseits des Fußballplatzes", fügt er hinzu, "jeder ist für den anderen da, wir sind im Prinzip wie eine kleine Familie. Das ist toll." Für einen anderen Verein zu spielen, kann sich der 22-Jährige sicherlich nicht vorstellen. Es gab zwar vor einiger Zeit Gespräche mit dem FC Saarbrücken, doch der talentierte Kicker ist bei seinem Verein geblieben.
Und den Eindruck, den er am Telefon macht, bestätigt auch sein Trainer Peter Schuh. "Er ist ein toller Bursche, wir wissen, was wir an ihm haben. Seit er Fußball spielt hat er standhaft seinem Verein die Treue gehalten." Und das ist schon eine sehr lange Zeit: Dank seinem Vater hat Kramp schon mit vier Jahren seine ersten Tore erzielt, denn er war es, der ihn damals in das Training gebracht hat. "Bambini, oder was das war", lacht er heute. Und dann ging es steil aufwärts, sodass er nun eine echte Leitfigur im Team darstellt. "Nein", wiederspricht er sofort, "ich fühle mich zwar gut, wenn ich viele Tore schieße, aber ich sehe mich nicht als die zentrale Leitfigur. Für mich sind das die älteren Spieler, die schon viel mehr Erfahrung haben als ich."
Das Ziel in greifbarer Nähe


Der ausgebildete Feinwerkmechaniker fuhr in seiner Freizeit gerne Motocross. "Früher", erzählt er, "da sind wir mit richtigen Rennmaschinen durch den Wald gefahren. Aber im Moment mache ich das nicht mehr, jetzt hab ich nur noch Fußball im Kopf." Vor einigen Jahren war Kramp ebenfalls Mitglied im Tennisverein, heute trifft er sich gerne mit seinen Freunden und seiner Freundin, wie er mehrfach betont. Für sein großes Ziel, den Aufstieg in die Rheinlandliga, sieht es durchaus positiv aus. Der Abstand zur zweitplatzierten SG Ruwertal ist mit zwölf Punkten groß. "Zuerst aufsteigen und dann die Klasse halten", so sollte es sich idealerweise abspielen, und dafür kämpf er und sein Team mit Herzblut.