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Kampfansage aus dem Hochwald

Kampfansage aus dem Hochwald

Im dritten Teil des TV-Bezirksliga-Winterchecks geht’s heute um die SG Hochwald-Zerf, die SG Schneifel Auw, die SG Neumagen-Dhron und die SG Rascheid/Geisfeld.

Die SG Hochwald Zerf brachte als Aufsteiger frischen Schwung in die Liga und nistete sich dauerhaft im Kreis der Besten ein. Der Kreisliga-Meister aus Trier-Saarburg stürmte mit unbekümmertem Erfolgsfußball sogar bis an die Spitze der Liga, doch im zwölften Saisonspiel gegen Kröv erwischte es die mit dem Nimbus der Unbesiegbarkeit ausgerüstete Elf des Trainerduos Florian Lorenz und Timo Mertinitz dann doch. "Wir haben eine tolle Aufstiegssaison gespielt und uns selbst unter Druck gesetzt. Leider haben wir gegen Ende der Hinrunde einen kleinen Knacks bekommen und am Ende des Jahres noch ein paar Punkte liegen lassen. Mit dem fünften Platz sind wir aber auf jeden Fall zufrieden", spricht Timo Mertinitz von wahren Fußballfesten und von großer Euphorie im Hochwald. Für die Rückrunde haben sich die Hochwald-Jungs etwas Besonderes vorgenommen. "Wir wollen die beste Ligamannschaft aus dem Kreis Trier-Saarburg werden", lautet die Kampfansage an die direkte Konkurrenz aus Schweich, Konz und Rascheid. "Im Mittelfeld rumzudümpeln macht keinen Spaß, wir wollen weiter vorne dran bleiben und die Großen ärgern", so Mertinitz weiter. Neu im Zerfer Kader sind die beiden Youngster Matthias Burg (SV Eintracht Trier) und Kevin Keck (Schweich), die sich in der Winterpause dem Club angeschlossen haben. Abgänge gab es keine. Seit dem 26. Januar rollt der Ball wieder im Hochwald, getestet wird gegen Mettlach (18.2, 16 Uhr in Zerf) und gegen Reimsbach (22.2., 19 Uhr).

Zum illustren Verfolgerkreis mit jeweils 32 Punkten darf sich auch die SG Schneifel Auw zählen, die als Tabellensechster wiederum eine gute Rolle in der Liga spielt. "Im Sommer haben wir eine große Umstrukturierung innerhalb des Teams vollzogen. Wir mussten neun neue Leute einbauen, erfahrene Leute wie Alexander Klinkhammer, Markus Dederichs und Jan Leyendecker wollten kürzer- treten oder haben den Verein gewechselt", erklärt Trainer Jörg Stölben. Seine Elf blieb von Rückschlägen nicht verschont. "Wir haben gute Spiele abgeliefert, mal drei Spiele in Folge gewonnen, doch immer wenn wir die Chance hatten oben ranzukommen, hat die Konstanz gefehlt", sagt Stölben. "Es braucht Zeit, bis taktische Dinge eingespielt sind. Ellscheid und Bitburg sind oben wohl weggezogen, deshalb versuchen wir im Verfolgerfeld unseren Platz zu halten oder zu verbessen. Auf jeden Fall wollen wir unter die Top-fünf."
Zu- und Abgänge gab es im Winter keine, nachhaltige Wirkung zeigt aber die Rückkehr von Klaus Hamper im Sommer aus Salmrohr. Die Vorbereitung ist gut angelaufen. Am Trainingswochenende wurde gegen die höherklassige Konkurrenz aus Mayen und Ahrweiler jeweils nur knapp mit einem Tor Unterschied verloren, und zuletzt gab es sogar einen 4:2-Sieg gegen Salmrohr. "Wir haben schon 0:2 zurückgelegen und dann noch eine tolle zweite Halbzeit gespielt", freut sich Stölben. Weitere Tests stehen gegen Ralingen (18.2.), Baustert (22.2.) und Mehren (1.3.) an.

Allen Unkenrufen zum Trotz spielt die SG Neumagen-Dhron auch im zweiten Jahr ihrer Ligazugehörigkeit eine herausragende Rolle. "Das zweite Jahr nach dem Aufstieg ist angeblich immer das schwerste, aber bei uns läuft alles im grünen Bereich. Wir hatten uns auf den Abstiegskampf eingestellt, doch erfreulicherweise kam es anders", erklärt Trainer Uwe Heinsdorf. "Wir sind mit dem Mittelfeldplatz absolut zufrieden, dürfen aber nicht blauäugig in die Rückrunde gehen. Wir haben sensationelle Spiele abgeliefert und oft Rückstände aufgeholt. Das belegt die große Moral und die Super-Mentalität in der Mannschaft, und ich hoffe, dass wir dies auch in den restlichen Spielen bestätigen können." Zunächst jedoch müsse sich sein Team in der Tabelle absichern, damit es nicht unten reinrutsche. "Wenn es mal schlecht läuft, dürfen wir nicht in Panik verfallen."
Personelle Veränderungen gab es in der Winterpause keine. Schon in der dritten Woche befindet sich die SG im Vorbereitungsmodus, gegen die Sparrings-Gegner Ehrang (18.2.) und Ruwertal (25.2.) wird noch der Feinschliff gesucht. Mit dem Knaller-Spiel gegen Bitburg geht es am 5. März in der Meisterschaft gleich in die Vollen.

Mit dem Nachholspiel gegen Wallenborn startet die SG Rascheid/Geisfeld schon am 25. Februar in die Frühjahrsserie. "Da haben wir noch etwas gutzumachen. Im Hinspiel haben wir eine 3:7-Klatsche kassiert", betont Rascheids Coach Timo Zeimet. In seiner ersten Trainersaison im Hochwald ist Zeimet mit der Halbzeitbilanz zufrieden. "Wir hatten uns einen Platz unter den ersten sechs in der Tabelle vorgenommen, aber Platz acht ist in Anbetracht der großen Verletzungswelle auch in Ordnung". Zugänge gab es im Winter keine, aber wegen einer studientechnischen Fortbildung in Heidelberg wechselt Matthias Loois zur Spvggg. Neckargemünd. Die Ziele für die Rückrunde lauten: Mittelfeldplatz halten und eine kleine Siegesserie starten. "Wir wollen im oberen Tabellenbild bleiben und die kurze Negativserie Ende des Jahres wettmachen", sagt Zeimet. Witterungsbedingt bestreitet Rascheid die Vorbereitung auf dem Kunstrasen in Thalfang, nach dem Ausfall des Testspiels gegen Traben-Trarbach konzentriert sich das Team nun auf das Spiel gegen Primstal am 18. Februar.