Kegeln: Riol und Oberthal im Gleichschritt – Zweitligisten lassen Federn

Kegeln: Riol und Oberthal im Gleichschritt – Zweitligisten lassen Federn

Der KSV Riol hat seine gute Position mit einem deutlichen Sieg ind er 1. Bundesliga untermauert. In der 2. Bundesliga musste sich die SK Eifelland Gilzem dem KSC Dillingen geschlagen geben.

1. Bundesliga Herren: Blau-Weiß 61 Mülheim - KSV Riol 4877:5137, 27:51, 0:3.
Mit einem Kantersieg an der Ruhr hat der KSV Riol seine Spitzenposition in der 1. Bundesliga gefestigt. Die Moselaner stellen mit 15 Punkten in acht Partien das mit Abstand beste Auswärtsteam der Liga. Wie es in einem Duell zwischen Schlusslicht und Tabellenführer zu vermuten ist, war Blau-Weiß völlig chancenlos. Als Kai Knobel und Daniel Klink zu Beginn den stärksten Mülheimer Block schon um 72 Holz distanzierten, war klar, wo die Reise hinging. Nachdem Steve Blasen und Marc Glöckner von der Bahn gingen, war die Frage nach dem Sieger bei 209 Holz Vorsprung bereits beantwortet. Das Sahnehäubchen gelang Martin Hoffmann im letzten Block mit 902 Holz - auswärts, auf diesen Bahnen, eine absolute Topleistung.
KSV Riol I: M. Hoffmann 907, Knobel 879, Blasen 876, Glöckner 853, Klink, 822, Mickisch 803

2. Bundesliga: KSC Dillingen - SK Eifelland Gilzem 4905:4516, 54:24, 3:0.
Es kam, wie es Gilzem Teamchef Klaus Dichter befürchtet hatte - auf den schwierig zu "lesenden" Holzbahnen beim Neuling in Dillingen, die den Gästen bis zu diesem Spiel völlig unbekannt waren, hatten sie nicht den Hauch einer Chance. "Ich kann mich nicht erinnern, dass wir keinen einzigen Spieler über 800 Punkten in der Wertung hatten", so Dichter, "diese Bahnen sind wirklich gewöhnungsbedürftig." In der Endabrechnung hatten nur Mike Reinert und Christian Junk Dillinger Kegler überspielen können. Gilzem muss nun den Blick nach unten richten. "Unser erstes Ziel ist jetzt der viertletzte Platz", so Dichter.
SK Eifelland Gilzem: M. Reinert 784, Junk 777, K. Dichter 766, T. Hoffmann 752, Zunker 734, P. Dichter 703

KSV Riol II - CfK Rösrath 5084:5019, 46:32, 2:1.
Es wurde nichts aus dem angepeilten Dreier, mit sich der Meister wieder auf den dritten Platz und am direkten Konkurrenten vorbeischieben wollte. Im ersten Block wandelten Moritz Valentin und Wolfgang Mentgen einen 60-Holz-Rückstand noch in einen 45-Holz-Vorsprung um. Nach dem nächsten Rioler Duo, Carsten Krämer/Christian Bohn, war der Vorsprung auf 129 Holz angewachsen. Und, noch wichtiger, Rösrath hatte noch keine Wertung für sich gebucht. Das änderte sich im Schlussblock dramatisch. Für Roger Mahnke und Martin Schmitt hätten jeweils mindestens 833 Holz ausgereicht, um das 3:0 zu sichern. Beide scheiterten jedoch an dieser Vorgabe. Mahnke hätte im letzten Wurf eine 8 gebraucht, Schmitt hätte im vorletzten Wurf eine 9 werfen müssen, um nochmals in die Vollen gehen zu können. Beide Versuche misslangen - der Zusatzpunkt war weg. Dennoch hat Riol weiterhin gute Chancen, die Playoffs zu erreichen.
KSV Riol II: C. Krämer 870, Bohn 865, Mentgen 854, Valentin 838, Mahnke 832, M. Schmitt 825

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