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Kein bronzener Stern, aber zwei Anerkennungspreise

Wittlich. Die Jugendspielgemeinschaft Untere Salm und der SV Wittlich erhalten für ihre Projekte Anerkennungspreise im Rahmen des Wettbewerbs Sterne des Sports. Einen bronzenen Stern verlieh die Jury auf Kreisebene in diesem Jahr nicht.

Wittlich. In den vergangenen Jahren war der Kreis Bernkastel-Wittlich bei der Landessiegerehrung des Vereinswettbewerbs Sterne des Sports von Deutschem Olympischen Sportbund (DOSB) sowie Volks- und Raiffeisenbanken bestens vertreten. Der SV Klausen wurde 2013 Zweiter auf Landesebene hinter dem späteren Bundessieger, zuletzt waren der SV Monzelfeld und der SV Bettenfeld zu Gast in der Mainzer Staatskanzlei.
Anno 2016 wird kein Verein vom Sieg auf Landesebene träumen können. Der Grund ist einfach: Die mit zahlreichen Experten aus dem Sport - wie dem Sportkreisvorsitzenden Günter Wagner, dem Fußballkreisvorsitzenden Walter Kirsten oder dem früheren Fußballer Jürgen Roth-Lebenstedt - besetzte Jury entschied, keinen Kreissieger zu küren. Somit wird nach intensiver Diskussion auch kein bronzener Stern des Sports verliehen.
"Dem Motto des Wettbewerbs, der soziales und gesellschaftliches Engagement von Sportvereinen auszeichnet, muss Rechnung getragen werden. Und in diesem Jahr fehlte bei den sieben eingereichten Bewerbungen einfach die Qualität", fasst Landrat Gregor Eibes, Jurymitglied und Schirmherr, die Entscheidung zusammen. "Das heißt aber nicht, dass der Wettbewerb künftig nicht mehr ausgeschrieben wird", betont Günter Wagner, "aber wir wünschen uns quantitativ mehr und qualitativ bessere Bewerbungen."
Ganz auf die Würdigung von Projekten verzichtete die Jury aber nicht: Die Fußball-Jugendspielgemeinschaft Untere Salm sowie der SV Wittlich erhalten jeweils Anerkennungsprämien in Höhe von jeweils 250 Euro. Die JSG erhält das Preisgeld für ihr Nachwuchskonzept und die Ausbildung von Jugendtrainern, der SV Wittlich wurde für sein Integrationsprojekt mit Flüchtlingen ausgezeichnet.
"Die Erfahrung dieses Jahres hat gezeigt, dass wir noch mehr auf die engagierten Vereine zugehen müssen, denn in jedem Verein gibt es ein Projekt, mit dem man sich für die Sterne des Sports bewerben kann", hofft Walter Kirsten für die Zukunft ebenfalls auf mehr Resonanz.
"Potenziale nutzen"


Da es in den letzten Jahren immer ein Verein zum Landesentscheid nach Mainz geschafft hat, gibt sich Vorstand Markus Bäumler von der VR-Bank Hunsrück-Mosel optimistisch: "Die Erfolge der letzten Jahre zeigen, dass unsere Vereine viele Potenziale für qualitativ hochwertige Bewerbungen haben - und diese einfach nur nutzen müssen."
Rudolf Schmitt, Vorstand der Vereinigten Volksbank Raiffeisenbank in Wittlich, ergänzt: "Unsere Ansprechpartner in den beiden Banken, die den Wettbewerb schon einige Jahre begleiten, stehen den Vereinen bei der Bewerbung mit Rat und Tat zur Seite. Leider wurde dieses Angebot in den letzten Jahren kaum in Anspruch genommen. Ich bin mir sicher, dass es sich lohnt, unsere Hilfe anzunehmen." BP