Kommentar zum Abschied von Eintracht-Präsident Meeth

Kommentar : Ein Abschied ohne Antworten

Vor dem Einstieg von Helmut Meeth als Präsident von Eintracht Trier hat es einige Skeptiker in der Fanszene gegeben: Dass Meeth zuvor beim alten Rivalen FSV Salmrohr engagiert war, gefiel manchen nicht.

Auch nicht das Ende zwischen beiden Parteien vor Gericht. Seit Samstag steht fest: Meeth wird nur eine kleine Fußnote in der Historie von Eintracht Trier bleiben. So richtig ist er nie im Club angekommen. Meeth hat dem Verein nach nur einem Jahr im Amt seinen Rücktritt mitgeteilt – und zwar wohl schriftlich. So lässt es sich aus der Pressemitteilung herauslesen, die der Verein am Samstagabend verschickt hat und die vor allem Fragen aufwirft: Warum geht er? Was wird aus dem von Meeth noch vor einigen Monaten angekündigten Sponsoring? Geht er wegen der finanziellen Situation? Wegen der aktuellen Entwicklung? Weil es zwischenmenschlich nicht so passt wie erhofft? Oder hat es ganz andere Gründe, die mit dem Verein nichts zu tun haben? Dass man nicht alle Fragen sogleich umfassend beantworten kann, wenn man von einer Entscheidung vielleicht selbst überrascht wird, ist klar. Aber sich überhaupt nicht zu äußern ist sowohl vom Ex-Präsidenten als auch von der Eintracht-Spitze wenig professionell. a.feichtner@volksfreund.de

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