Kompakt und konterstark

Der SV Bettenfeld hat die SG Bruch im Spitzenduell verdient mit 2:0 geschlagen. Die Elf von Trainer Heinz Görgen siegte dank einer kompakten Defensivleistung und einer beispiellosen Effizienz. Für die SG Bruch ist die Heimniederlage ein herber Rückschlag im Rennen um die Tabellenspitze.

Gladbach. Bruchs Trainer Michael Urbild wollte vor der Spitzenpartie gegen Bettenfeld mit einem Sieg nicht nur Türkgücü Wittlich auf identischem Abstand halten, sondern auch Platz zwei festigen. Nach den 90 kampfbetonten Minuten von Gladbach war Urbild konsterniert und enttäuscht zugleich: "Ich habe noch in der Pause zur Mannschaft gesagt, dass sich die nicht verwerteten Großchancen rächen könnten. Genauso war es dann auch. Wir haben es nicht verstanden, aus den zahlreichen guten Gelegenheiten Kapital zu schlagen. Einige hatten ihre Einstellung wohl auch in der Kabine gelassen." Die elf Punkte Rückstand zu den Rot-Weißen aus Wittlich sind dann wohl auch in zwei Wochen beim direkten Aufeinandertreffen nicht mehr wettzumachen. Bettenfeld geriet in der Anfangsviertelstunde arg unter Druck, hatte Glück, dass Bruchs Offensive keinen guten Tag hatte. Wolfgang Wagener und Pascal Remmy versiebten die ersten klaren Möglichkeiten auf Seiten der Gastgeber, die zunächst hohes Tempo gingen und auf einen defensiv agierenden Gegner trafen. Noch vor der Pause besaßen im Doppelpack Remmy und der aus Klausen gekommene Daniel Schröder dicke Chancen zur Führung, doch SV-Keeper David van Damme hielt glänzend. Bettenfeld setzte auf Konter und schlug eiskalt zu: Sieben Minuten nach Wiederbeginn nutzte Bettenfeld einen Fehler der Brucher Hintermannschaft zum 0:1, als Christan Gierden den durchstartenden Florian Mittler bediente und dieser per Heber einschob (52.). Während Bruch mit zunehmender Spielzeit nervöser wurde, eröffneten sich den Gästen weitere Konterchancen. Das 0:2 resultierte dabei aus einem Lapsus von Torwart Zwang, den Mike Weiler mit einem Flachschuss ins leere Tor zur Entscheidung nutzte (77.). Bruch setzte zwar noch mal alles auf eine Karte, löste mit Matthis Steffen den Libero auf und wechselte mit Urbild und Michael Krumeich weitere Offensivakteure ein, doch die Bettenfeder Defensive erwies sich als kompakt und stellungssicher, ließ nichts mehr zu. Nach vorn setzten die Gäste immer wieder Nadelstiche, wirkten ballsicherer und besaßen die reifere Spielanlage. Bettenfelds Coach Heinz Görgen: "Das war eine mannschaftlich geschlossene Leistung. Jetzt ist es unser Ziel, zur Winterpause auf Platz drei zu bleiben."SG Bruch: Zwang - Krones, Högner (63. Urbild), Broy - Steffen - Lehnert, Thiel, Wagener, Ewertz - Schröder (75. Valerius), Remmy (63. Krumeich).SV Bettenfeld: van Damme - Chabarov, Fries, Warscheid, S. Weiler (62. Bersiha) - Schermann, M. Weiler, Mittler, Servatius - Gierden, Bockstaller.Tore: 0:1 (52.) Mittler, 0:2 (77.) Mike WeilerSchiedsrichter:Janek Eiden (Wolf)Zuschauer: 80