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Landesfinale im Schulsportwettbewerb Jugend trainiert für Olympia in Trier

Schulsport : Der Weg nach Berlin führt über Trier

Seit 50 Jahren gibt es „Jugend trainiert für Olympia“ – das ist für die Macher des größten Schulsport-Wettbewerbs ein echter Grund zum Feiern: Am Montag finden in Trier die Landesfinals in vielen Sportarten statt. Auch eine Olympiasiegerin kommt.

„Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin!“ Okay, da mag man an DFB-Pokalfinals denken. An euphorische Fußball-Fans, an die  Vorfreude aufs Endspiel im Olympiastadion, das seit 1985 dort stattfindet. Mehr Tradition hat aber eine andere sportliche Vorfreude auf die Hauptstadt: In Berlin werden jeweils im Frühjahr und im Herbst die Bundesfinals von Jugend trainiert für Olympia und Paralympics ausgetragen. Von 800 000 Schülern, die jährlich am größten Schulsport-Wettbewerb der Welt teilnehmen, schaffen es zwar nur wenige zum Landestitel (und damit, je nach Alter, auch ins Bundesfinale). Aber am Montag wird der Traum von Berlin gleich für eine ganze Reihe von Schulteams wahr – nach den Landesfinals in vielen Sportarten, die in diesem Jahr zentral in Trier über die Bühne gehen werden. Michael Stäudt, Schulsport-Referent im Bildungs-Ministerium, freut sich auf die Premiere. „Trier hat sich schon wegen der Arena für ein großes Event angeboten“, sagt Stäudt über die Veranstaltung, die am Montag rund 600 junge Sportler und Betreuer nach Trier locken wird. Gesucht werden die Landessieger in den Sportarten Badminton (in Tarforst), Basketball, Tischtennis, Para-Tischtennis (in Zewen), Rollstuhlbasketball, Volleyball, Handball und Basketball – für sie geht es um die Teilnahme am Frühjahrs-Bundesfinale im Mai in Berlin. Es gibt auch ein Herbstfinale für Fußballer, Leichtathleten, Ruderer & Co. Die Berlin-Reise mag ein Extra-Anreiz für viele der jungen Sportler sein, wichtiger ist Stäudt aber etwas anderes: „Es muss nicht jeder Spitzenleistungen bringen, es geht um den Spaß am Sport.“

Schon das Landesfinale dürfte ein Highlight für viele der Schüler werden – nicht nur wegen der Wettbewerbe, auch das Rahmenprogramm in der Arena klingt spannender als ein ganz normaler Schul-Montag. So ist mit Bahnradsportlerin Miriam Welte eine Olympiasiegerin und Weltmeisterin in Trier zu Gast. Die 33-Jährige aus Kaiserslautern gewann 2012 in London gemeinsam Kristina Vogel die Goldmedaille im Teamsprint. In der Arena wird sie nun Medaillen überreichen – wie unrer anderem auch der dreifache Paralympics-Teilnehmer Dirk Passiwan vom Rollstuhlbasketball-Bundesligisten Dolphins Trier und Gladiators-Spieler Rupert Hennen. „Rupi“ hat eine besondere Beziehung zum Wettbewerb: Als Schüler des Max-Planck-Gymnasiums Trier schaffte er es gleich fünf Mal als Landessieger ins Bundesfinale in Berlin. Jedes Mal dabei war der Trierer Basketballförderer und Lehrer Uli Kaurisch – der in den vergangenen zwei Jahrzehnten als persönlicher Betreuer über 20 MPG-Teams zum Landestitel führte. Mit einem seiner Fußballteams spielte er in Berlin auch mal gegen die Schalke-Schmiede um Leroy Sané. Und der Nationalspieler ist längst nicht der einzige spätere Profi, der bei „Jugend trainiert für Olympia“ am Start war.

Folgende Schulteams aus der Region Trier haben es ins Landesfinale geschafft: Im Badminton stehen das Auguste-Viktoria-Gymnasium Trier (WK II) und das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium Trier (WK III) in der Dreier-Endrunde. Im Basketball ist das Max-Planck-Gymnasium in drei Wettbewerben Finalist (WK II Mädchen und Jungen, WK III Jungen), das Angela-Merici-Gymnasium Trier spielt um das Berlin-Ticket im WK III Mädchen. Im Para-Tischtennis ist die Porta-Nigra-Schule der Lebenshilfe Trier dabei, bei den Rollstuhlbasketballern die Treverer-Schule. Im Handball vertreten: die IGS Hermeskeil im WK II Jungen, das Cusanus-Gymnasium Wittlich (WK II Mädchen, WK III Jungen) und das MPG (WK III Mädchen). Bitburger Schüler machen sich im Tischtennis Hoffnungen (Gesamt­schule St. Matthias, WK II/III Jungen)

Jugend trainiert für Olympia, Porta Nigra Schule , Finalist im Para-Tischtennis Foto: Porta Nigra Schule, Lebenshilfe Trier/Porta Nigra Schule
hinten: Simon Philippi, Niels Dahlem, Tim Jarre, Lars Dahlem, Nikolas Fusenig, Leon Kollarczik, vorn: Michael Ernzerhoff, Rupert Hennen, Finn Heyd Foto: MPG/MPG Kaurisch
ARCHIV - 20.10.2017, Berlin: Radsport/Bahn: Europameisterschaft, 500m Zeitfahren Frauen . Miriam Welte aus Deutschland jubelt nach dem Sieg im Zeitfahren über 500 Meter . (zu dpa-Meldung: «BDR-Team mit Zuversicht beim Heim-Weltcup» vom 29.11.2018) Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit Foto: picture alliance/dpa/Jens Büttner

Montag, 2. März: Los geht’s mit den ersten Wettbewerben ab 9 Uhr. Das Rahmenprogramm – unter anderem mit der Breakdance-Gruppe Own Risk und Weltklasse-Trampolinspringern – ist von 16 bis 18 Uhr angesetzt.