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Leichtathletik: Kinder brauchen keine Sekunden

Leichtathletik: Kinder brauchen keine Sekunden

"Kinder brauchen keine Sekunden, Zentimeter oder Meter!" Der Mann, der das sagt, ist eigentlich jemand, der seit Jahrzehnten jedem Zentimeter hinterher jagt: Hans-Theo Nieder. Doch wenn es um den jüngsten Leichtathletiknachwuchs geht, setzt der dreimalige Senioren-Europameister im Hochsprung andere Prioritäten.

Die kindliche Freude an der Bewegung solle im Vordergrund stehen, sagt der pensionierte Lehrer.
Was beim SE Orenhofen (SEO) schon oft im Training praktiziert wurde, erprobten Leichtathletik-Abteilungsleiter Nieder und seine Mannen nun als offiziellen KiLa-Wettkampf. Ein Vorteil der seit 2013 vom DLV verpflichtend vorgegebenen Regeln: "Man braucht keine normgerechte Anlage. Auch ein alter Aschenplatz wie in Speicher kann noch einmal zum Einsatz kommen", erklärt Nieder. Beim Aufbau sei der Aufwand größer. So müssen die Linien für den Zonen-Weitsprung markiert oder die Strecke für den Stadioncrosslauf hergerichtet werden. Aber dafür sei die Auswertung einfach, problemlos ohne Computer möglich und der Personaleinsatz gering. "Wir haben mit sieben Helfern alles gut regeln können", erzählt Nieder.
Auf den Stadioncrosslauf verzichtete man am vergangenen Sonntag wegen der Hitze kurzerhand. Die Unterzehnjährigen (U10) kamen auch bei Pendelstaffel, Zonen-Weitsprung, Zonen-Schlagwurf mit Staffelholz genug ins Schwitzen. Denn als Mannschaftswettkampf (für vier- bis siebenköpfige, gemischte Teams) ausgelegt, feuern sich die Kinder gegenseitig an und es gibt nicht wie früher lange Pausen bis zum nächsten Versuch.
Den ersten KiLa-Wettkampf gewann die LG Pronsfeld-Lünebach knapp vor TuS Mosella Schweich, SEO 1, PST Trier und SEO 2. Eins enttäuschte Nieder allerdings: "Leider war - auch von uns - keine U12-Mannschaft gemeldet, obwohl das Sportfest auch für sie ausgeschrieben war." teu