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Marathon in 2:27:30 Stunden zum Abschied

Marathon in 2:27:30 Stunden zum Abschied

Alexander Bock belegt den 15. Platz bei den deutschen Marathon-Meister- schaften. Zum Jahres- wechsel tauscht der 25-Jährige das Trikot des PST Trier gegen das von Rehlingen.

Als Arne Gabius vor zwei Jahren in Frankfurt in 2:08:33 Stunden deutschen Marathonrekord lief, debütierte auch Alexander Bock vom Post-Sportverein Trier (PST) in 2:23:35 Stunden glänzend.
Nach zweijähriger Pause meldeten sich sowohl Gabius als auch Bock eindrucksvoll auf der 42,195-Kilometer-Strecke zurück. Der für das baden-württembergische Team TherapieReha Bottwartal startende Gabius wurde erwartungsgemäß in 2:09:59 Stunden deutscher Meister. Nach einem schweren Jahr 2016 überzeugte Bock als DM-15. in 2:27:30 Stunden. "Ich wusste vorher nicht so genau, was ich im Marathon draufhabe", erzählt Bock. 300 Laufkilometer weniger als 2015 trug er in den letzten zwölf Wochen vor den Rennen in sein Trainingstagebuch ein. "Die längeren Läufe waren eher knapp und zwei waren dabei, bei denen es gar nicht gut lief", so der 25-Jährige. Hinzu kamen eine Verletzung, eine Erkältung und beruflich bedingtes Pendeln nach Berlin. "Von daher bin ich mit dem Resultat super zufrieden, auch wenn ohne den starken Wind noch eine bessere Zeit möglich gewesen wäre", sagt Bock. Taktisch klug orientierte er sich zunächst an der Gruppe der DM-Favoritin Fate Tola (Braunschweig/Endzeit: 2:30:12).
Während die aus Äthiopien stammende Läuferin ab Kilometer 30 immer langsamer wurde und von der Zeller Adventslaufsiegerin Katharina Heinig (2:29:29) auf den zweiten DM-Platz verwiesen wurde, konnte Bock durchziehen und verlor auf der zweiten Hälfte nur 22 Sekunden!
Zunächst mit der späteren deutschen Meisterin lief Bocks Vereinskamerad Andreas Theobald. "Bis km 30 fühlte ich mich echt locker. Als ich die Gruppe aber dann laufen ließ, wurde es schlagartig härter", erzählt der 24-Jährige, der auf der zweiten Hälfte zwar fast neun Minuten verlor, aber in 2:37:23 Stunden persönliche Bestzeit lief.
Es wird der letzte Marathon gewesen sein, den Bock und Theobald gemeinsam im PST-Trikot liefen. Bock, der nach seinem Studium in Saarbrücken arbeitet und dort auch hauptsächlich trainiert, wechselt 2018 zum saarländischen Club LC Rehlingen.

Ergebnisse: (Klammer: DM-Platzierung):
Frauen, 42,195 km: 1. Vivian Cheruiyot (Kenia) 2:23:35 Stunden, 8. (1.) Katharina Heinig (Frankfurt) 2:29:29, 470. Diane Wagner (LT Schweich) 3:41:47, 475. (125.) Gisela Thome (Spiridon Hochwald) 3:41:54, 829. Irene Schikowski (TG Konz) 3:57:47.
Männer, 42,195 km: 1. Shura Kitala Tola (Äthiopien) 2:05:50 Stunden, 6. (1.) Arne Gabius (Bottwartal) 2:09:59, 54. (15.) Alexander Bock (PST Trier) 2:27:30, 144. (44.) Andreas Theobald (PST Trier) 2:37:23, 292. Markus Wolff (LT Schweich) 2:44:52, 999. Mike Thull (LT Schweich) 3:00:34, 1255. Jens Schmidt (LT Schweich) 3:06:30, 1341. (276.) Norbert Thome (Spiridon Hochwald) 3:07:59, 1669. Robin Marbut (Trier) 3:13:15, 1736. Ge An (Osburg) 3:14:05, 1786. Marcel Rommelfanger (SV Olewig) 3:14:42, 1800. Stefan Zenzen (Kasel) 3:14:53, 2511. Thilo Süssmann (FC Könen) 3:24:57, 2572. Guido Jörg (Hermeskeil/LTF Marpingen) 3:25:42, 3517. Paul Wolf (Trier/9. U20) 3:36:52, 3725. Christian Hofer (LT Schweich) 3:39:29, 3727. Christian Herkel (TuS Mosella Schweich) 3:39:30, 3764. Christian Jung (Tri Post Trier) 3:39:55.