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Marco Thees will Anfeindungen die Rote Karte zeigen

Marco Thees will Anfeindungen die Rote Karte zeigen

Er hat sich als Schiedsrichter bis weit über die Kreisgrenzen einen Namen gemacht und koordiniert neben dem Pfeifen in der A-Klasse auch die Öffentlichkeitsarbeit bei der Schiedsrichter-Vereinigung Mosel und darüber hinaus beim Fußballverband Rheinland. Der TV sprach mit dem 32-jährigen Morbacher.

Morbach. Welche Aufgaben hat Marco Thees? "Primär betreue ich unsere Internet-Seite. Dort stelle ich zum Beispiel diverse Zeitungsartikel ein, wie Einladungen zur Weihnachtsfeier, die Berichterstattung über verschiedene Lehrgänge, die Gesamtsituation bei der Schiri-Vereinigung in unserem Spielkreis oder Veranstaltungen innerhalb der Vereinigung. Das beinhaltet auch die Führung der Korrespondenz mit der Vielzahl an Schiedsrichter-Kollegen."
Seine neue Aufgabe beim Verband in Koblenz übernahm der Diplom-Betriebswirt Anfang August. Dort ist er für die Berichterstattung der Schiedsrichterseiten im Magazin "Fußball im Rheinland" verantwortlich. "Das ist dann hauptsächlich Redaktionsarbeit speziell für den Bereich der Schiedsrichter. Ich stelle zudem Inhalte in Form von Texten und Fotos auf der Homepage der FVR für die Schiriseiten ins Netz."
Einmal im Jahr lädt der DFB zu einer zweitägigen Tagung nach Frankfurt, wo die Schwerpunkte der Öffentlichkeitsarbeit diskutiert und festgelegt werden.
Was wünscht sich Thees für seinen Part in seinem Spielkreis? "Wir wollen, dass die Öffentlichkeitsarbeit regelmäßige Präsenz erfährt und die positiven Seiten im Schiedsrichterwesen mehr hervorgehoben werden. Es ist nötig, viel mehr Positives nach außen zu bringen als nur die Schattenseiten darzustellen. Dort wollen wir Einblicke vermitteln in Sachen Fortbildungsmaßnahmen oder bei Schiedsrichterporträts. Denn die Anfeindungen in den sogenannten Neuen Medien und sozialen Netzwerken sind manchmal unschön, wenn Schiedsrichter verbal verunglimpft werden. Hier gibt es richtig gute Ansätze".
Thees meint damit die bereits erschienenen Porträts in den Tageszeitungen. "Das kann auch mal im kleinerem Rahmen geschehen oder wenn ein Jubiläum eines Referees ansteht. Dort zeigt sich vor allem auch die Vorbildwirkung gegenüber unseren jüngeren Kollegen an der Pfeife. Die Übernahme der Patenschaften hat sich bei uns im Spielkreis bewährt."
Seit zwei Jahren werden im Spielkreis Mosel die Jung-Kameraden bei ihren ersten sechs Spielen von erfahrenen Referees betreut und unterstützt, um diese langfristig zu binden und weiter zu bringen. "Es geht darum, herauszustellen, dass der Schiedsrichter zwar ein wichtiger Bestandteil des Fußballs, aber nicht der Mittelpunkt ist." In Sachen Jung-Schiedsrichter hat der Spielkreis Mosel jetzt den Blankenrather Benedikt Müller in den Nachwuchs-Kader des FVR delegiert. Dort werden regelmäßig Schiri-Talente herausgefiltert und gefördert. L.S..
Extra

Marco Thees (Foto: privat) wurde vor 32 Jahren in Morbach geboren, wo er auch zu Hause ist. Der noch ledige, aber vergebene Diplom-Betriebswirt nennt Tennis, Jogging, Sauna und Mountain-Bike-Fahren als seine Hobbys und hat Herbert Fandel bei einem Lehrgang auch persönlich kennengelernt. Thees pfeift seit 17 Jahren, hat 1995 die Schiedsrichterprüfung abgelegt. Zwischen 1998 und 2001 war er als Referee in der Bezirks- und Landesliga aktiv, assistierte an der Seitenlinie beim A-Klassen-Entscheidungsspiel zwischen Niederkail und Traben-Trarbach und beim Fiale der B-Ligisten Türkgücü Wittlich gegen Platten vor 2300 Zuschauern vor zwei Jahren. Aus beruflichen Gründen hat Marco Thees das Beobachtungswesen im Kreis an Marc Schiry abgegeben. Der ist jetzt neuer Nachwuchs-Referent im Spielkreis Mosel. L.S.