Mehr als Glanz und Glamour

Es ist der Versuch, das Tanzen in der Region Trier populärer zu machen. An Pfingsten werden in der Sporthalle Wasserliesch die ersten Trierer Moseltanzsporttage ausgerichtet. Hierbei kooperieren die drei Trierer Vereine TSC Treviris, TSC Schwarz-Silber und TV Germania.

Trier/Wasserliesch. Der Tanzsport hat ein Imageproblem. "Viele Leute sehen in ihm nur Glanz und Glamour, nicht aber den Sport, der dahintersteckt", sagt Rafael Ewers, Präsident des TSC Treviris Trier. Die erstmals organisierten Trierer Moseltanzsporttage am Pfingstsonntag (10 bis 19 Uhr) und Pfingstmontag (10 bis 18 Uhr) sollen helfen, die Sicht auf Standard- und Lateintänze zu verändern.
Gleichzeitig wollen die Organisatoren Paaren in der Region ein hochwertiges Turnier bieten, bei dem sie Punkte für mögliche Klassenaufstiege sammeln können. "In Sachen Tanzsport ist die Region Trier eine Diaspora. Paare müssen meist bis zu zwei Stunden fahren, um an Wettbewerben teilzunehmen", berichtet Treviris-Sportwart Christian Klein.
Um ein großes Turnier wie die Tanzsporttage zu stemmen, machen drei Trierer Vereine gemeinsame Sache. Der TSC Schwarz-Silber, der TV Germania und der TSC Treviris teilen sich die notwendigen Aufgaben in den Bereichen sportliche Betreuung, Catering sowie Auf- und Abbau. Klein: "Mittlerweile haben alle festgestellt, dass es nur zusammen geht."
Der Anspruch der Organisatoren ist hoch: Insgesamt 25 Tanzsportklassen (Standard und Latein) sind in Wasserliesch ausgeschrieben. Teilnehmen können Paare verschiedener Leistungs- und Altersklassen. "Wir hoffen, jede Klasse mit mindestens sechs Paaren besetzen zu können", sagt Klein. Die Mindestzahl beträgt drei Paare. Angekündigt haben sich nicht nur Starter aus der Region, sondern aus dem gesamten Bundesgebiet.
Auch die Tänzer müssen um Nachwuchs kämpfen. "Es gab und gibt immer wieder Versuche, Jugendliche über Hip-Hop oder Aerobic an den Turniersport heranzuführen", sagt Ewers. Wer das Tanzen als Leistungssport ausüben möchte, muss irgendwann mehr investieren. Zeit fürs Training. Und Geld für die Kleidung sowie Trainerstunden. Ewers: "Wir haben in Trier den Vorteil, auch um Studenten werben zu können. Aber das Problem ist, dass sie - wenn sie nach zwei, drei Jahren den Leistungsstand für Turnierteilnahmen erreicht haben - berufsbedingt der Stadt den Rücken kehren."
Zur Finanzierung des Turniers in Wasserliesch sind die Veranstalter auf Einnahmen angewiesen. Generiert werden sollen sie durch Eintrittsgeld und Essensverkauf. Wobei der Eintrittspreis mit drei Euro (ermäßigt zwei Euro) niedrig ist. Klein: "Wir hoffen, viele Zuschauer anlocken zu können. In Wasserliesch haben Interessierte die Möglichkeit, Tanzsport hautnah zu erleben."
Weitere Informationen: www.moseltanzsporttage.de
Extra

Am 20. September feiert der TSC Treviris Trier ein Jubiläum. Dann richtet er zum 25. Mal den Galaball mit Turnier um den "Gläsernen Tanzschuh der Stadt Trier" aus. red

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